Jedes zehnte Unternehmen hat IT-Sicherheitsprobleme
Elf Prozent der Unternehmen hatten 2009 Sicherheitsprobleme in Zusammenhang mit ihren Informations- und Kommunikationssystemen. Bei 74 Prozent wurden aufgrund von Hard- oder Softwarefehlern Daten verändert oder zerstört und bestimmte ITK-Dienste waren nicht verfügbar. Doch bereits 32 Prozent der Betriebe verfügen über ein formell festgelegtes Sicherheitskonzept.
Bei 28 Prozent der Betriebe ab zehn Mitarbeitern in Deutschland kam es durch Schadsoftware oder nicht autorisierte Zugriffe dazu, dass Daten verändert oder zerstört wurden. In elf Prozent der Unternehmen wurden vertrauliche Daten von der eigenen Belegschaft offengelegt. Hinsichtlich der Enthüllung von vertraulichen Daten durch unbefugtes Eindringen in das System sowie durch Phishing- oder Pharming-Angriffe gab es nur bei drei Prozent der Betriebe Probleme. Diese Ergebnisse teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Fünften Nationalen IT-Gipfels mit, der am 7. Dezember 2010 in Dresden stattfindet.
25 Prozent der Unternehmen führen bereits verpflichtende Mitarbeiterschulungen zum Thema ITK-Sicherheit durch, die für Gefahren im Umgang mit den Systemen sensibilisieren und auf die Verpflichtungen hinsichtlich der Sicherheit hinweisen. 37 Prozent der Betriebe informieren die Belegschaft in freiwilligen Schulungen oder stellen die Sicherheitsrichtlinien im Intranet oder per Rundschreiben zur Verfügung. 36 Prozent legen den korrekten Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen bereits vertraglich fest.
Bezüglich technischer Sicherheitsvorkehrungen gaben 42 Prozent der Unternehmen an, eine strenge Passwort-Authentifizierung einzusetzen. Biometrische Verfahren zur Nutzeridentifizierung und -authentifizierung verwenden vier Prozent der befragten Betriebe. 55 Prozent nehmen die Datensicherung extern vor.
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