Unternehmen fürchten Folgen des demografischen Wandels
Drei Viertel der Unternehmen in Deutschland rechnen damit, dass die veränderte Altersstruktur der Bevölkerung gravierende Folgen für ihren Betrieb haben wird. Der Fachkräftemangel und die Alterung der Belegschaft machen den Unternehmen die meisten Sorgen.
In großen Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern erwarten sogar 90 Prozent deutliche Folgen aufgrund der demografischen Entwicklung. 51 Prozent der Unternehmen gehen von einem Fachkräfteengpass aus. Im Baugewerbe (63 Prozent) und in der Industrie (58 Prozent) sind die Befürchtungen am stärksten ausgeprägt. Insgesamt betrachtet mehr als jedes vierte Unternehmen den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern bereits für das Jahr 2011 als eines der größten Risiken.
Auch die spürbare Alterung ihres Personalbestandes stimmt die Firmen besorgt: jedes dritte Unternehmen sieht sich davon betroffen, in der Industrie und im Baugewerbe sind es sogar 40 Prozent. In den kommenden zehn Jahren wird der Anteil der unter 30-jährigen Mitarbeiter von heute noch 20 auf 18 Prozent sinken, während die Quote der 50- bis 65-Jhrigen von derzeit 31 auf 40 Prozent steigen wird.
Infolge der Demografieentwicklung rechnet ein Viertel der Unternehmen mit einem steigenden Weiterbildungsbedarf. Außerdem fürchten 14 Prozent der Betriebe, dass langfristig aufgebautes betriebsinternes Wissen durch das Ausscheiden älterer Leistungsträger verloren gehen könnte. In der Industrie ist die Furcht mit 19 Prozent noch größer und in größeren Unternehmen ist sie mit 21 Prozent stärker ausgeprägt als im Mittelstand. Das sind Ergebnisse der aktuellen Unternehmensumfrage „Arbeitsmarkt und Demografie“, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unter mehr als 28.000 Unternehmen durchgeführt hat.
Weitere Informationen unter:
www.dihk.de
Die Mehrheit der Studierenden betrachtet Karriere als einen „stetigen Weg zu persönlichem Wachstum, Selbstverwirklichung und Befriedigung." Zwar möchten zwei Drittel der Frauen und 77 Prozent der Männer eine Führungsfunktion einnehmen, doch sind ihre Einstellungen hinsichtlich der eigenen Karriere- und Führungs- ambitionen sehr unterschiedlich.