Mobbing am Arbeitsplatz weit verbreitet
75 Prozent der Beschäftigten geben an, schon einmal am Arbeitsplatz gemobbt worden zu sein. 15 Prozent sagen, dass sie zwar nicht selbst betroffen waren, jedoch von Mobbingfällen gegenüber Kollegen in ihrem Unternehmen wissen. Nur zehn Prozent der deutschen Mitarbeiter finden das Arbeitsklima in ihrer Firma rundum angenehm.
Zu den typischen Mobbinghandlungen gehören das Verbreiten von Gerüchten, eine grundsätzlich schlechte Bewertung der Arbeitsleistung, das Auferlegen von sinnlosen Aufgaben sowie ständige Sticheleien und Kritik. Laut einer Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erkranken rund 20 Prozent der von Mobbing Betroffenen für mehr als sechs Wochen. Folgen für die Opfer sind zum Beispiel Depressionszustände, Schlaf- und Essstörungen oder auch Muskelerkrankungen.
Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, sich in einer aussichtslosen Situation zu befinden. Einzelne Mobber können zumeist ausgebremst werden, indem das Opfer sie direkt auf ihr Verhalten anspricht. Auch empfiehlt sich, die Vorgesetzten zu informieren und um Hilfe zu bitten. Um rechtliche Schritte einzuleiten, ist ein detailliert geführtes Mobbingtagebuch sinnvoll, denn die Beweislast liegt beim Opfer. Liegt laut Rechtsprechung Mobbing vor, muss der Mobber mit Versetzung, einer Abmahnung oder mit Kündigung rechnen. Auf den Arbeitgeber können Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche zukommen, wenn er seine Mitarbeiter nicht entsprechend schützt.
Allerdings unterscheiden die Beschäftigten häufig nicht klar zwischen Mobbing und alltäglichen Konflikten, daher erklärt sich der hohe Anteil von drei Viertel Betroffenen. Die Zahlen basieren auf einer Umfrage, die das Online-Karriereportals Monster im Februar 2011 unter Nutzern der Plattform in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt hat.
Weitere Informationen unter:
www.monster.de