Lohnbuchhaltung: Höherer Arbeitsaufwand durch neuen Schlüssel
In deutschen Entgeltabteilungen geht man zwar dank des Wegfalls des elektronischen Meldesystems ELENA von Entlastungen aus. Doch werden diese durch den verlängerten Tätigkeitsschlüssel wieder kompensiert, befürchtet die Mehrheit der Lohnbuchhalter.
Ab Dezember 2011 hat der Tätigkeitsschlüssel für die Meldungen des Arbeitgebers an die Sozialversicherungen neun statt bisher fünf Stellen. Eine Mehrheit von 62 Prozent der Lohn- und Entgeltexperten rechnet aufgrund dessen mit einem erhöhten Arbeitsaufwand, 22 Prozent sehen sogar erhöhte Kosten auf ihr Unternehmen zukommen. Das ist ein Ergebnis des „Payroll-Index“ der Sage HR Solutions und der Zeitschrift Lohn + Gehalt, für den im Juli 670 Lohnbuchhalter und Personalentscheider ihre Einschätzungen zu Entgeltthemen abgaben. Zu deren Unmut über die meist manuell vorzunehmende Umschlüsselung der Mitarbeiter trägt auch bei, dass 72 Prozent keinen Sinn in dem verlängerten Tätigkeitsschlüssel erkennen.
Auch wenn die Entgeltexperten es immer noch als das wichtigste Thema für ihren Bereich erkennen – nach dem Wegfall von ELENA ist der der Anteil der Befragten, die elektronischen Meldesystemen für die kommenden Monate eine wachsende Bedeutung beimessen, im vergangenen Quartal um 12 Prozentpunkte geschrumpft (jetzt 52 Prozent). Als in der Zukunft weniger wichtig stufen die Befragten tendenziell auch das Thema „Auslagerung administrativer Aufgaben“ ein – während 24 Prozent eine sinkende Bedeutung sehen, gehen nur 9 Prozent davon aus, dass sie steigt. Eine leicht wachsende Bedeutung messen die Befragten dagegen laut Payroll-Index dem Thema Vergütungsmodelle/variable Vergütung bei (plus 2,5 Prozent).
www.sage.de/payrollindex
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