Deutlicher Zuwachs an Lehrstellen
2011 werden deutlich mehr Jugendliche eine Ausbildung beginnen als im vergangenen Jahr: Bis Ende September registrierten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) 328.506 Ausbildungsverträge. Das sind 4,7 Prozent mehr Neuverträge als im September 2010.
Im Vergleich zu 2003, dem letzten Jahr vor dem Ausbildungspakt, beträgt der Zuwachs an Lehrverträgen sogar insgesamt 15,9 Prozent. Das zeigt, dass die Unternehmen ihre Bemühungen verstärken, durch eigene Ausbildung ihre Fachkräfte zu sichern.
Laut Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), wäre sogar eine noch höhere Zahl an Verträgen möglich, wenn es mehr geeignete Bewerber gäbe. Doch in vielen Regionen ist der Bewerbermarkt jedoch bereits leergefegt, trotz doppelter Entlassungsjahrgänge der Gymnasien in Bayern und Niedersachsen sowie der Aussetzung der Wehrpflicht. Für die Betriebe wird es dadurch immer schwieriger, angebotene Ausbildungsplätze zu besetzen. Der DIHK rechnet damit, dass 2011 spürbar mehr Lehrstellen unbesetzt bleiben als im letzten Jahr. 2010 waren allein bei Industrie, Handel und Dienstleistungen rund 55.000 Ausbildungsplätze – etwa jede siebte Lehrstelle – nicht besetzt worden. Arbeitsagenturen, Handwerkskammern und IHKs richten noch rund 230 Nachvermittlungsveranstaltungen aus.
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