Ausbildungschancen Jugendlicher verbessern sich weiter
Nach Ende des Berufsberatungsjahres Ende September und dem Start der Nachvermittlung gaben die Partner des Ausbildungspaktes und die Bundesagentur für Arbeit gestern eine gemeinsame Einschätzung zur Lage auf dem Ausbildungsmarkt ab. Die Partner des Ausbildungspakts und die Bundesagentur für Arbeit wollen ihre Anstrengungen intensivieren, die Potenziale auf dem Ausbildungsmarkt noch besser zu erschließen.
Im Berufsberatungsjahr 2010/2011 wurden bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern insgesamt 519.600 Ausbildungsplätze gemeldet, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen betrug der Zuwachs 10,2 Prozent; die Zahl der gemeldeten außerbetrieblichen Ausbildungsplätze ging hingegen erheblich zurück. Trotz doppelter Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen und der Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes sank die Zahl der gemeldeten Bewerber erneut um 13.700 auf 538.200 (minus 2,5 Prozent). Ein Grund für die sinkenden Bewerberzahlen sind die rückläufigen Zahlen (minus 3,5 Prozent im Vergleich zu 2010) nicht studienberechtigter Schulabgänger, die Hauptnachfrager nach Ausbildungsplätzen.
Das steigende Ausbildungsplatzangebot und die sinkenden Bewerberzahlen führten dazu, dass zum 30. September erneut mehr unbesetzte Ausbildungsplätze (29.700) als unversorgte Bewerber (11.600) vorhanden waren. Der Überhang an Stellen (18.100) hat sich gegenüber dem Vorjahr (7.400) sogar deutlich vergrößert.
2011 konnten 63.100 neue Ausbildungsplätze von Kammern und Verbänden eingeworben werden. 38.100 Betriebe wurden erstmals für Ausbildung gewonnen. Für die Einstiegsqualifizierungen (EQ) stellten die Betriebe 22.700 Plätze zur Verfügung, davon stehen 3.710 Plätze förderungsbedürftigen Jugendlichen zur Verfügung (EQ Plus).
Ein Jahr nach Verlängerung des Ausbildungspakts hat die Bundesregierung beschlossen, die Berufseinstiegsbegleitung ab April 2012 zum Regelinstrument zu machen.
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www.bmwi.de