Jede zweite offene Ingenieurstelle in Süddeutschland
Die Zahl der offenen Ingenieurstellen ist im Oktober 2011 leicht auf 98.300 zurückgegangen, dennoch sind immerhin rund 19.300 Ingenieure arbeitslos. Dabei gibt es allerdings große regionale Differenzen. Vor allem in Süddeutschland herrschen starke Engpässe an Ingenieuren: Jede zweite offene Stelle für Ingenieure ist in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen gemeldet.
Der Engpass an Ingenieuren trifft vor allem Unternehmen, die Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure beschäftigen. Hier fehlten im Vormonat 34.000 Mitarbeiter dieses Berufs. Betroffen sind auch die Elektroingenieure mit 19.000 sowie die sonstigen Ingenieure mit 14.300 Personen. Das geht aus dem aktuellen VDI-/IW-Ingenieurmonitor hervor.
Im Vergleich zum Höchstwert vom September 2011 ist die Ingenieurlücke als Differenz aus offenen Stellen und Arbeitslosen um ein Prozent zurückgegangen und liegt bei 79.300 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lässt sich jedoch ein Anstieg von 82,5 Prozent verzeichnen. „Obwohl die Zahl der Erstabsolventen von Ingenieurstudiengängen mit knapp 50.000 erstmals wieder das Niveau von 1995 erreicht hat, fehlt uns immer noch weit mehr als ein ganzer Ingenieurjahrgang, um die bestehende Lücke zu schließen“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Gründe hierfür sind die anhaltend hohe Arbeitsmarktnachfrage und die Tatsache, dass immer mehr Ingenieure altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
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