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21.12.2011 | Recruiting - Personalbeschaffung

Vitamin B: Immer noch der schnellste Weg zum Job


Foto_BewerbungsgespraechNeueinstellungen erfolgen in deutschen Unternehmen am häufigsten über Beziehungen: Ein Viertel aller offenen Stellen wird über persönliche Kontakte von Mitarbeitern besetzt. Vor allem Kleinstunternehmen nutzen diesen Rekrutierungskanal, Großunternehmen ziehen dagegen das Internet vor.

Die persönlichen Kontakte der eigenen Mitarbeiter sind für Unternehmen in Deutschland der erfolgreichste Rekrutierungsweg. 25 Prozent aller Stellenbesetzungen wurden im Jahr 2010 auf diese Weise vorgenommen. Dahinter folgen Neueinstellungen infolge von Inseraten in Zeitungen und Zeitschriften mit 23,5 Prozent und solche über Kontakte zur Arbeitsagentur mit 15,3 Prozent. Stellenausschreibungen im Internet spielen bei 14 Prozent aller Rekrutierungen die entscheidende Rolle. Das geht aus einem aktuellen "IAB-Kurzbericht" des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Deutliche Unterschiede gibt es den Forschern zufolge allerdings zwischen großen und kleinen Unternehmen sowie in Abhängigkeit von den Qualifikationsanforderungen an den Kandidaten: Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Beschäftigten etwa besetzen sogar 47 Prozent ihrer offenen Stellen über die persönlichen Kontakte der Mitarbeiter und nur jeweils 16 Prozent über Inserate und Kontakte zur Arbeitsagentur. Stellenausschreibungen im Internet führen bei ihnen nur in weniger als fünf Prozent der Fälle zum Abschluss eines Arbeitsvertrages.

Kleine setzen auf persönliche Kontakte, Große auf das Internet

Anders sieht es dagegen in Großunternehmen ab 500 Beschäftigten aus: Ein Drittel ihrer Stellenbesetzungen geht auf Stellenausschreibungen im Internet zurück, etwas mehr als ein Viertel auf Inserate in Printmedien. Mit 12 Prozent rangieren in Großbetrieben auch die internen Stellenausschreibungen noch vor den persönlichen Kontakten der Mitarbeiter (10,6 Prozent).

Die Besetzungswege unterscheiden sich laut IAB zudem auch hinsichtlich der Qualifikationsanforderungen an die Stelle:

Mitarbeiter ohne Berufsabschluss werden am häufigsten über persönliche Kontakte und Inserate in Printmedien (jeweils 33 Prozent) rekrutiert. Es folgt die Vermittlung durch die Arbeitsagentur mit 13 Prozent.
Mitarbeiter mit Berufsabschluss werden am häufigsten über persönliche Kontakte (24 Prozent) eingestellt, danach über Inserate (22 Prozent) und den Kontakt zur Arbeitsagentur (gut 20 Prozent).
Mitarbeiter mit einem Hochschulabschuss werden am häufigsten über Stellenangebote im Internet (33,5 Prozent) eingestellt. Inserate (22 Prozent) und Kontakte der Mitarbeiter (19 Prozent) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.


Zum kompletten IAB-Kurzbericht:
www.iab.de

 

Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com

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