close
close
close
HomeAktuellNewsVergütung und GehälterGehälter von Kaufleuten kräftig gestiegen
22.12.2011 | Vergütung und Gehälter

Gehälter von Kaufleuten kräftig gestiegen


Führungs- und Fachkräfte in kaufmännischen Funktionen konnten sich dieses Jahr über ein deutliches Gehaltsplus freuen: Die deutschen Unternehmen haben die Grundgehälter ihrer Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich im Schnitt um 3,4 Prozent angehoben. Bei den Führungskräften waren es sogar 3,8 Prozent mehr, bei den Fachkräften lediglich drei Prozent.

Durchschnittlich verdient eine Führungskraft im kaufmännischen Bereich derzeit 123.000 Euro im Jahr, Fachkräfte erhalten mit 67.000 Euro im Schnitt nur gut die Hälfte. Spitzenverdiener sind die kaufmännischen Gesamtleiter mit Jahresgesamtbezügen in Höhe von 171.000 Euro, gefolgt von den Leitern Vertrieb mit 147.000 Euro und den Chefs der Unternehmensplanung und -entwicklung mit 146.000 Euro. Das geht aus dem „Vergütungsreport 2011 Führungs- und Fachkräfte in kaufmännischen Funktionen“ hervor, für den die Managementberatung Kienbaum 5.739 Einzelpositionen in 711 Unternehmen analysiert hat.

Für das kommende Jahr erwarten die befragten Unternehmen eine Gehaltssteigerung bei den kaufmännischen Funktionen zwischen 2,5 und 3,4 Prozent. Ursache dafür, dass die Firmen etwas zurückhaltender in die nächste Gehaltsrunde gehen, könnte laut Christian Näser, Vergütungsexperte bei Kienbaum, die Eurokrise und die damit verbundenen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten sein.

Die Studie zeigt, dass Frauen in kaufmännischen Positionen stark unterrepräsentiert sind: Nur 29 Prozent der kaufmännischen Fach- und Führungskräfte hierzulande sind weiblich. Bei den Führungspositionen sind es sogar nur 18 Prozent, während mit 47 Prozent immerhin fast die Hälfte der kaufmännischen Fachkräfte Frauen sind. Die Vergütungsdifferenz gegenüber den männlichen Kollegen beträgt bei weiblichen Führungskräften minus 20 Prozent und bei den Frauen unter den Fachkräften bei minus 18 Prozent.

Ein Universitätsabschluss inklusive Promotion zahlt sich aus: Kaufmännische Führungskräfte erhalten im Schnitt Jahresgesamtbezüge in Höhe von 158.000 Euro, während Mitarbeiter auf der gleichen Hierarchieebene mit Diplom aber ohne Promotion 30.000 Euro weniger im Jahr verdienen. Das Durchschnittsgehalt einer promovierten Fachkraft beläuft sich auf 92.000 Euro, bei einem Kollegen mit Hochschulabschluss aber ohne Promotion sind es 78.000 Euro.

Ein Großteil der Kaufleute in deutschen Unternehmen erhält Bonuszahlungen: 88 Prozent der Führungskräfte und drei Viertel der Fachkräfte kommen in den Genuss von Sonderzahlungen in Form von Prämien, Tantiemen oder Boni. Das entspricht 17 Prozent beziehungsweise 13 Prozent ihrer Jahresgesamtbezüge. Die durchschnittliche Höhe der variablen Vergütung beträgt bei Führungskräften knapp 28.000 Euro und bei Fachkräften knapp 11.000 Euro.

Weitere Informationen unter:
www.kienbaum.de

  • Twitter
  • Facebook
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg
  • ShortNews
  • Webnews

Weitere Artikel aus dem Bereich Vergütung und Gehälter



09.05.2012

Die finanziellen und wirtschaftlichen Probleme in Europa scheinen den Gehältern der Arbeitnehmer nichts anzuhaben. In Deutschland werden die Löhne in diesem Jahr voraussichtlich um drei Prozent steigen. Das ist nur marginal weniger, als die letzte Untersuchung im wirtschaftlich ruhigeren Sommer 2011 prognostizierte (3,1 Prozent).

mehr...
01.05.2012

Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmer in Deutschland lagen im Januar 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat durchschnittlich um zwei Prozent höher. Der Anstieg in der Privatwirtschaft betrug 2,6 Prozent. Bei den nicht marktbestimmten Dienstleistungen wie Öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen erhöhten sich die tariflichen Monatsverdienste um 0,9 Prozent.

mehr...
28.04.2012

Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft bezahlten im Jahr 2011 durchschnittlich 30,10 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Damit lag das Arbeitskostenniveau hierzulande auf Rang sieben der 27 Länder der Europäischen Union. Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft zahlten 32 Prozent mehr für eine Stunde Arbeit als im Durchschnitt der EU, aber zwölf Prozent weniger als zum Beispiel im Nachbarland Frankreich.

mehr...
ANZEIGE
Die Personalwirtschaft: Immer up to date
Newsletter!
Alle 14 Tage die wichtigsten Meldungen aus Personal, Management, Weiterbildung und Arbeitsrecht bequem und schnell in Ihrem E-Mail-Eingang:
Jetzt Anmelden

HR Google Anzeigen