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26.12.2011 | Personalmanagement

Strategien gegen den Fachkräftemangel


Die Unternehmen in Deutschland werden zunehmend mit den Fachkräfteengpässen konfrontiert. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Betriebe könnten offene Stellen zwei Monate oder länger nicht besetzen, das entspricht rund 1,3 Millionen Arbeitsplätzen. Betroffen sind vor allem technikorientierte Branchen wie Fahrzeugbau und Elektrotechnik, aber auch die Gesundheitswirtschaft.

Um auf die Situation zu reagieren, wollen 31 Prozent der Unternehme Fachkräfte gewinnen und halten, indem sie ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen. Neben Aspekten wie Arbeitsplatzqualität, Karrierechancen und Eigenverantwortung spielt auch die Bezahlung der Mitarbeiter eine wichtige Rolle.

Als Instrument, um Fachkräfte – insbesondere Frauen – anzusprechen und zu halten, hat der Ausbau der Vereinbarkeit von Familie und Beruf am stärksten an Bedeutung gewonnen. Aber auch die Beschäftigung Älterer bietet ein großes Potenzial, und mancher Betrieb fasst eine Ausweitung der Arbeitszeit ins Auge.

Den Spitzenplatz im Kampf gegen den Fachkräftemangel belegen jedoch Aus- und Weiterbildung: Hier sieht rund jedes zweite Unternehmen Ansatzmöglichkeiten; auch wenn die Betriebe zunehmend Schwierigkeiten haben, geeignete Azubis zu finden. Das geht aus dem Arbeitsmarktreport 2011 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Die Auswertung "Der Arbeitsmarkt im Zeichen der Fachkräftesicherung" basiert auf über 20.000 Unternehmensantworten.

Aus Sicht der befragten Betriebe besteht der größte politische Handlungsbedarf im Bereich Bildung und Schule: Zwei Drittel der Teilnehmer fordern eine bessere Qualifikation der Schulabgänger als wesentliche Bedingung für die Fachkräftesicherung.

36 Prozent der Unternehmen wünschen sich eine bessere Vermittlung seitens der Arbeitsagenturen; 33 Prozent sehen im Ausbau der Kinderbetreuung einen wichtigen Schritt. Und auch die Zuwanderung gehört in ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung: 17 Prozent der Firmen fordern eine Erleichterung bei der Beschäftigung ausländischer Fachkräfte.

Weitere Informationen unter:
www.dihk.de

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