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01.01.2012 | Arbeitswelt

2011 Höchststand der Erwerbstätigkeit


Im vergangenen Jahr waren rund 41 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Damit wurde der bisherige Höchststand von 2010 nochmals um 1,3 Prozent übertroffen. Die positive Entwicklung hängt mit dem seit zwei Jahren anhaltenden konjunkturellen Aufschwung zusammen und wurde zudem dadurch begünstigt, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2009 trotz des krisenbedingten Einbruchs der Wirtschaftsleistung stabil geblieben war.

Nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung sank die Zahl der Arbeitslosen 2011 im Jahresdurchschnitt um 15 Prozent auf 2,5 Millionen. Die Erwerbslosenquote ging im gleichen Zeitraum von 6,8 Prozent auf 5,7 Prozent zurück. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe von Erwerbstätigen und Erwerbslosen, erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 89.000 auf 43,5 Millionen.

Der günstige Konjunkturverlauf des vergangenen Jahres spiegelt sich sowohl in der Zahl der Selbstständigen als auch der Arbeitnehmer wider. So stieg die Zahl der Arbeitnehmer mit Wohnort in Deutschland 2011 um 1,3 Prozent auf rund 36,5 Millionen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger nahm ebenfalls um 1,3 Prozent zu und erreichte rund 4,6 Millionen. Das sind aktuelle Ergebnisse des Statistischen Bundesamts (Destatis).

Die Erwerbstätigkeit hat in fast allen Wirtschaftsbereichen zugelegt. Den größten Anteil hatten die unternehmensnahen Dienstleistungen (einschließlich Zeitarbeit) mit einem Plus von 214.000 Erwerbstätigen; das sind 4,2 Prozent mehr als2010. Auch die produzierenden Bereiche verzeichneten überdurchschnittliche Beschäftigungsgewinne. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) wuchs die Zahl der Erwerbstätigen nach den kräftigen Beschäftigungsverlusten der Jahre 2009 und 2010 um 131.000 (plus 1,7 Prozent), im Baugewerbe um durchschnittlich 38.000 Personen (Zuwachs von 1,6 Prozent). In der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei lag die Zahl der Erwerbstätigen um 15.000 (2,3 Prozent mehr) über dem Vorjahresergebnis.

In der längerfristigen Betrachtung der Erwerbstätigkeit nach Wirtschaftsbereichen zeigt sich ein bemerkenswerter Strukturwandel: So hatten im Jahr 2011 weiterhin fast drei Viertel aller Erwerbstätigen in Deutschland ihren Arbeitsplatz in den Dienstleistungsbereichen. Der Anteil dieses so genannten tertiären Sektors an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen erhöhte sich von 60,9 Prozent im Jahr 1991 auf 73,8 Prozent. Spiegelbildlich dazu verringerten sich in diesem Zeitraum die Erwerbstätigenanteile des primären und des sekundären Sektors. In der Land- und Forstwirtschaft waren 2011 nur noch 1,6 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt; 1991 hatte der Erwerbstätigenanteil des primären Sektors in Deutschland immerhin noch drei Prozent betragen. Im Baugewerbe arbeiteten 2011 lediglich 5,9 Prozent aller Erwerbstätigen, während es 1991 noch 7,6 Prozent waren. Am stärksten verminderte sich seit 1991 das Gewicht des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen, und zwar um fast zehn Prozent von 28,5 Prozent im Jahr 1991 auf 18,7 Prozent im letzten Jahr.

Weitere Informationen unter:
www.destatis.de

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