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07.01.2012 | Vergütung und Gehälter

Gehälter für Ärzte in Krankenhäusern legen wieder zu


Die Gehälter der Fach- und Führungskräfte in deutschen Krankenhäusern sind 2011 wieder gestiegen, nachdem sie 2010 noch stagnierten: Die Krankenhäuser haben im Vergleich zum Vorjahr die Einkommen der nichtärztlichen Führungskräfte um durchschnittlich 2,7 Prozent und die der Ärzte um 2,3 Prozent angehoben. Für das kommende Jahr erwarten die Kliniken eine weitere Gehaltssteigerung um zwei Prozent.

Die Jahresgesamtbezüge der Geschäftsführer in deutschen Krankenhäusern sind im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 4.000 Euro gestiegen und betragen nun 156.000 Euro. Ein ärztlicher Direktor verdient im Schnitt 123.000 Euro und damit nur knapp halb so viel ein Chefarzt. Dieser erhält Jahresgesamtbezüge von durchschnittlich 266.000 Euro.

Führungskräfte mit Doktortitel erhalten 188.000 Euro Jahresgesamtbezüge, während Kollegen mit Hochschulabschluss aber ohne Promotion lediglich 163.000 Euro verdienen. Insgesamt haben knapp drei Viertel der Führungskräfte in Krankenhäusern ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium absolviert. Promoviert haben davon außerdem 15 Prozent.

Ein Geschäftsführer im Alter von 35 bis 40 Jahren verdient durchschnittlich 144.000 Euro im Jahr, während eine Führungskraft in gleicher Position im Alter zwischen 50 und 55 Jahren 160.000 Euro erhält. Ähnlich verhält es sich auf der Chefarztebene: Die Gesamtbezüge der 45- bis 55-Jährigen belaufen sich auf 200.000 Euro und steigen bei Chefärzten, die älter als 60 sind, sogar auf durchschnittlich 336.000 Euro. 81 Prozent der Geschäftsführer in Krankenhäusern werden nach ihrer Leistung bezahlt. Bei Chefärzten ist das sogenannte Liquidationsrecht die vorherrschende Gestaltungsform der variablen Vergütung: 51 Prozent beziehen diese Art von Vergütung. Das sind Ergebnisse des Vergütungsreports „Führungs- und Fachkräfte in Krankenhäusern“ von Kienbaum.

Die Untersuchung zeigt, dass auch in den Führungspositionen in Krankenhäusern Frauen deutlich unterrepräsentiert sind und schlechter bezahlt werden: Weibliche Geschäftsführer erhalten 146.000 Euro im Jahr und damit 12.000 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Chefärztinnen verdienen sogar 20.000 Euro weniger als Männer in gleicher Position.

Weitere Informationen unter:
www.kienbaum.de

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