Ausbildungsbetriebe setzen noch stark auf Papierbewerbungen
In der Welt der Absolventen und Professionals hat sich mittlerweile die Online-Bewerbung als meistgewählter Rekrutierungsweg durchgesetzt. Nicht so bei Auszubildenden, die immer noch mehrheitlich die gute alte Bewerbungsmappe zusammenstellen. Auch an anderen Stellen im Azubi-Auswahlprozess vertrauen Unternehmen lieber dem Paper/Pencil-Verfahren.
Papierbewerbungen sind in Ausbildungsbetrieben immer noch das Bewerbungsmedium Nummer eins. 85 Prozent der Unternehmen lassen die klassische Bewerbungsmappe zu. Auch der tatsächliche Anteil der Papierbewerbungen ist nach wie vor hoch: durchschnittlich 68 Prozent der Kandidaten wählten 2011 den Papierweg. Allerdings ist ihr Anteil im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent zu Gunsten der Online-Bewerber gesunken. Das geht aus einer Online-Befragung von rund 260 Ausbildungsverantwortlichen hervor, die Prof. Dr. Daniela Eisele von der Hochschule Heilbronn gemeinsam mit dem U-Form Verlag durchführte.
Auch Azubi-Auswahlstests erfolgen mehrheitlich handschriftlich
Besonders hoch unter ausbildenden Unternehmen ist auch der Anteil derjenigen, die für die Auswahl von Azubis auf Testverfahren zurückgreifen. 80 Prozent der befragten Firmen fühlen den Bewerbern so auf den Zahn. Grund: Bei den jungen Leuten liegen meist noch kaum andere verlässliche, arbeitsbezogene Leistungsindikatoren vor. Auch bei diesen Prüfungen dominiert noch immer die Papierform: Zwei Drittel der Unternehmen laden die Kandidaten zu handschriftlichen Tests, lediglich ein Drittel setzt auf elektronische Verfahren.
Bevor sie sie testen können, müssen Unternehmen potenzielle Auszubildende erst einmal auf sich aufmerksam machen. Im Rahmen eines allgemeinen Trends zum Ausbau des Employer Brandings gewinnt dabei auch das Azubi-Marketing an Bedeutung. Social Media, von Unternehmen in vielen anderen Bereichen mittlerweile gerne und intensiv genutzt, sind in der Kommunikation mit potenziellen Auszubildenden allerdings noch nicht das Mittel der Wahl – die meisten Unternehmen schrecken hier noch vor dem hohen Zeitaufwand zurück, der mit einem Engagement auf diesen Kanälen verbunden ist. Stattdessen setzen die Firmen vor allem auf Praktika, Angebote der Arbeitsagentur und eigene Karriereseiten, von denen mittlerweile 92 Prozent über eine eigene Azubi-Rubrik verfügen.
Weitere Informationen unter:
www.u-form.de
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