Mehr Frauen wollen ins mittlere Management
Der Anteil weiblicher Bewerber auf Positionen im mittleren Management, die mit 50.000 bis 130.000 Euro Jahresgehalt dotiert werden, ist seit November 2010 von 25 auf 31 Prozent gestiegen. Allerdings streben Frauen nicht gleichermaßen in alle Unternehmensbereiche. Auch gibt es immer noch Unterschiede in der Vergütung von weiblichen und männlichen Mitarbeitern.
Wie bisher bewerben sich Frauen deutlich seltener als ihre männlichen Kollegen für die Bereiche Finanzen und Controlling. Hier stieg der Anteil kaum, von 30 Prozent im Jahr 2010 auf 31 Prozent in 2011. Der Frauenanteil bei Positionen in diesem Bereich mit einem Jahresgehalt von unter 50.000 Euro ist mit 52 Prozent nicht nur deutlich höher, sondern im Vergleich zu 2010 (51 Prozent) sogar noch gestiegen.
Dagegen interessieren sich weibliche Bewerber inzwischen wesentlich stärker für die Bereiche Vertrieb und Marketing sowie das Ingenieurwesen; hier nahm die Zahl der Bewerberinnen insgesamt innerhalb eines Jahres von 26 Prozent auf 29 Prozent zu. Besonders erfreulich ist der leichte Anstieg im Ingenieurwesen: Während sich 2010 noch gut 11 Prozent Frauen bewarben, waren es im Folgejahr bereits zwölf Prozent. Das sind Ergebnisse einer internen Analyse der Personalberatung Michael Page. Die Auswertung basiert auf 150.000 Bewerbungen.
Was sich im Zeitraum eines Jahres so gut wie gar nicht änderte, sind die Einkommensunterschiede von Männern und Frauen in den Finanzabteilungen der Unternehmen, etwa als Controller oder in der Leitung des Rechnungswesens. Hier bekommen Frauen im Schnitt 10.000 Euro weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Männer kamen 2010 auf 78.000 Euro, Frauen auf 68.000 Euro. Ein Jahr stieg die Vergütungsdifferenz sogar noch etwas an: Männliche Mitarbeiter erhielten 77.000, weibliche nur 66.000 Euro.
Weitere Informationen unter:
www.michaelpage.de