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25.01.2012 | Personalmanagement

Ungenutztes Potenzial: informeller Wissensaustausch unter Mitarbeitern


Foto_AustauschLängst sind sich Unternehmen der Bedeutung ihrer formalen Lerninitiativen und ihrer formalen Lernarchitektur bewusst. Das informelle Lernen, der freie Wissensaustausch zwischen Mitarbeitern, ist ebenso wichtig, wird jedoch häufig unterschätzt. Ein aktueller Bericht analysiert die Einstellungen, Erfahrungen und Bedürfnisse von Mitarbeitern und zeigt Handlungsmöglichkeiten für Führungskräfte auf.

Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Mitarbeiter teilen ihr Wissen proaktiv und regelmäßig. Aber 36 Prozent misstrauen den Reaktionen der anderen, befürchten Ideendiebstahl und Sanktionen oder dass ihr Wissen gegen sie verwendet wird. Und nur 30 Prozent bejahen einen ungehinderten Wissensfluss über die Grenzen der unmittelbaren persönlichen Netzwerke hinaus.

72 Prozent der Arbeitnehmer wünschen sich sogar Ziele für ihren informellen Wissensaustausch. Die Anerkennung durch Vorgesetzte ist dabei entscheidend, aber nur 49 Prozent der Befragten sind damit zufrieden. 64 Prozent der Mitarbeiter sind der Auffassung, dass ihre Manager an den Wissensaustausch glauben, doch nur rund ein Drittel fühlt sich ausreichend unterstützt, wenn es um die Sicherstellung der Wissensressourcen geht.

In 34 Prozent der Peer-Umfelder, so die Studie, herrscht empathisches oder vertrauensbildendes Verhalten. 56 Prozent pflegen den Ideenaustausch zeitnah und spontan, doch beugen sich viele vor dominanten Persönlichkeiten. Und nur 14 Prozent der Mitarbeiter geben an, dass das Management den besten Ideen aufgeschlossen gegenübersteht.

Dass die Menschen in ihrer Organisation schnell neue Denkmuster bilden können, denkt jeder Fünfte. 24 Prozent glauben, dass ihre Organisation mit Veränderung rechnet und sich ihr rasch und geschmeidig anpasst. Das sind Ergebnisse der Untersuchung „Informelles Lernen in Organisationen“ von Krauthammer.

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse leitet der Bericht Aufgaben für das Management ab, damit das Unternehmen vom vielfältigen Wissenskapital seiner Mitarbeiter profitieren kann. Dazu gehört es unter anderem, bei den Mitarbeiter Vertrauen für den informellen Wissensaustausch zu wecken und sie zu coachen, damit sie anderen beim Lernen helfen können. Auch in Arbeitsgruppen und Team-Meetings sollen Regeln etabliert werden, um einen solchen Austausch zu ermöglichen. Auf Organisationsebene gilt es laut Bericht, eine Wissensaustauschprüfung durchzuführen und sicherzustellen, dass das Unternehmen weiß, was die Mitarbeiter wissen.

Weitere Informationen unter:
www.krauthammer.com/de

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