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26.01.2012 | Arbeitswelt

Vorgesetzter als Online-Freund – nein danke!


Was tun, wenn vom Vorgesetzten eine Freundschaftsanfrage in einem sozialen Online-Netzwerk kommt, annehmen oder ablehnen? Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer (56 Prozent) würde eine solche Anfrage ihres Vorgesetzten nicht annehmen, sondern bevorzugt es, im Web die Privatsphäre zu wahren. Weibliche Mitarbeiter verhalten sich hier noch rigoroser als ihre männlichen Kollegen.

Nur 19 Prozent der berufstätigen Mitglieder einer Online-Community würden eine Freundschaftsanfrage ihres Chefs innerhalb einer Social Community mit Sicherheit annehmen; weitere 19 Prozent würden sie wahrscheinlich annehmen. 36 Prozent jedoch möchten ihren Vorgesetzten auf keinen Fall als Freund hinzufügen, 20 Prozent eher nicht. Und nur eine kleine Minderheit von zwei Prozent hat selbst eine Freundschaftsanfrage an den Chef geschickt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die das Institut Forsa im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) durchgeführt hat. Befragt wurden 1.002 deutschsprachige Internetnutzer.

Bei den Frauen würden 63 Prozent ihren Vorgesetzten als Online-Freund abblitzen lassen, während dies bei den Männern nur die Hälfte tun würde. Jüngere Mitarbeiter sind offener gegenüber solchen Anfragen als ältere: Von den 30- bis 49-Jährigen sagt jeder zweite, er würde das Angebot sicher oder wahrscheinlich nicht annehmen. Bei den übrigen Altersgruppen sind es jeweils über 60 Prozent.

Tobias Arns, Social Media Experte des BITKOM, fordert die Vorgesetzten zu Fingerspitzengefühl auf und mahnt, die Privatsphäre der Mitarbeiter auch in der Online-Welt zu respektieren. Die meisten Mitarbeiter empfänden Freundschaftsanfragen ihrer Vorgesetzten offenkundig eher als Nötigung und weniger als besondere Auszeichnung. Allerdings müssen auch immer die individuellen Gegebenheiten beachtet werden.

Weitere Informationen unter:
www.bitkom.org

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