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28.01.2012 | Personalentwicklung

Trainee – gefragter denn je als Einstieg in den Job


Bei Hochschulabsolventen werden Traineeprogramme als Möglichkeit, Karriere zu machen, immer beliebter: Inzwischen können sich hierzulande 94 Prozent von ihnen vorstellen, als Trainee ins Berufsleben zu starten; vor einem Jahr waren es noch 84 Prozent. Auf Seiten der Arbeitgeber zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab.

Während 2010 noch 86 Prozent der Unternehmen Traineeprogramme angeboten haben, sind es nun nur noch 78 Prozent. Knapp 40 Prozent der Unternehmen bieten den Trainees die Möglichkeit, drei bis vier Stationen in den meist 18 oder 24 Monaten kennenzulernen; in 28 Prozent der Firmen sind es sogar fünf bis sechs Stationen.

Je nach Unternehmensbereich sind Traineeprogramme mal eine gängige Einstiegsmöglichkeit, mal eher eine Seltenheit: Gut die Hälfte der Unternehmen setzt Trainees in der Abteilung Finance und Controlling ein, 37 Prozent im Marketing, fast ebenso viele im Personalbereich, jedoch nur jede fünfte Firma bietet ein Traineeprogramm in ihrem Logistikbereich an. Das geht aus einer aktuellen Traineestudie von Haniel in Kooperation mit der Managementberatung Kienbaum hervor. Befragt wurden 406 Unternehmen und 355 Absolventen aus Deutschland.

Wichtigste Kriterien: Betreuung, gezielte PE-Maßnahmen, inhaltliche Vielfalt

Bei den Inhalten eines Traineeships stimmen Unternehmen und Absolventen weitgehend überein: Die ersten drei Kriterien, die aus Sicht der Absolventen ein gutes Traineeprogramm ausmachen, sind für 45 Prozent erstens eine persönliche Betreuung, zum zweiten gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen (40 Prozent) und drittens die inhaltliche Vielfalt des Programms (39 Prozent). Die Unternehmen legen in ihren Traineeprogrammen in erster Linie Wert auf Personalentwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen (40 Prozent), vielfältige Inhalte (38 Prozent) und Gestaltungsspielraum für den Trainee (31 Prozent). Sie bieten zudem regelmäßige Feedbackgespräche und fördern den Austausch der Trainees untereinander.

Wie Unternehmen ihre Traineeprogramme gliedern, machen sie immer öfter von den Absolventen abhängig: Mittlerweile konzipiert knapp ein Drittel der befragten Unternehmen ihre Traineeprogramme gemäß den Fähigkeiten und Interessen der Absolventen; im vergangenen Jahr waren es noch lediglich 20 Prozent. Der Großteil der Firmen gliedert ihr Programm aber immer noch nach den relevanten Abteilungen und Kernbereichen in ihrem Hause.

Programm in Abstimmung mit dem Trainee planen

Dennoch erhalten die Berufseinsteiger auch bei der Planung des Traineeprogramms immer mehr Mitspracherecht: Während 2010 bereits 51 Prozent der Unternehmen das jeweilige Programm in Abstimmung mit den Trainees geplant hat, sind es in diesem Jahr schon 56 Prozent. Ihr Programm vollständig selbst organisieren dürfen aber nur vier Prozent der Berufseinsteiger. Und immer noch geben 40 Prozent der Firmen die Programminhalte vor, ohne die Betroffenen einzubinden.

Weitere Informationen unter:
www.haniel.de

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