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15.02.2012 | Recruiting - Personalbeschaffung

Recruiting-Trends im Mittelstand – Social Media werden wichtiger


Vor zehn Jahren zeichnete sich ab, dass sich die Personalbeschaffung in Deutschland durch die wachsende Bedeutung des Internets stark verändern würde. Ähnlich wie früher bei E-Recruiting werden heute die Chancen von Social Media vor allem im Bereich Employer Branding und Zielgruppenorientierung heftig diskutiert. Allerdings sind Social Media im Tagesgeschäft des Personalmarketings noch nicht ganz angekommen.

Wurden im Jahr 2003 bereits mehr als die Hälfte aller Vakanzen in Internet-Stellenbörsen veröffentlicht, sind es 2012 schon 68 Prozent. Die meisten Kandidaten kommen heute über Online-Jobbörsen in Unternehmen. Der Kanal Printmedien hingegen verlor über die Jahre hinweg stetig an Bedeutung mit einem Verlust von 21 Prozent auf nun rund 16 Prozent. Auch das Verhältnis Print versus Online beim Bewerbungseingang hat sich gewandelt: Waren vor zehn Jahren noch 70 Prozent der Bewerbungen papierbasiert, gehen 2012 Dreiviertel aller Bewerbungen als E-Mail oder Formularbewerbung im Unternehmen ein – exakt so, wie es vor zehn Jahren prognostiziert wurde. Damals erschien die erste Ausgabe der „Recruiting-Trends“ vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main und dem Online-Karriereportal Monster.

Das Recruiting verändert sich immer schneller und stellt Unternehmen vor komplexe Herausforderungen. Derzeit werden vor allem dringend innovative Möglichkeiten der Kandidatenansprache benötigt, die den sich veränderten Gewohnheiten von Jobsuchenden entgegenkommen. Auch haben deutsche Unternehmen verstärkt mit dem demografischen Wandel und Fachkräftemangel zu kämpfen. Beide Faktoren werden als größte Herausforderungen 2012 identifiziert. Neun von zehn Unternehmen erwarten, dass es in diesem Jahr noch schwieriger sein wird, geeignetes Personal zu finden. Fünf Prozent der Stellen können voraussichtlich überhaupt nicht besetzt werden. Das zeigt die aktuelle Studie „Recruiting Trends im Mittelstand 2012“, für die wieder die tausend größten Unternehmen in Deutschland sowie diesmal auch die 300 größten Firmen aus den Branchen Health Care, IT sowie Umwelt & Recycling befragt wurden.

Der Einsatz sozialer Netzwerke hat laut Studie seit 2011 zunehmend an Bedeutung gewonnen, das Potenzial von Social Media-Anwendungen in der Rekrutierung ist aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Über die Hälfte der Befragten hat schon einmal Social Media zur Veröffentlichung von Stellenanzeigen und zur aktiven Suche nach Kandidaten genutzt. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr, eine regelmäßige Nutzung ist aber noch immer selten. Facebook wird dabei vor allem für Employer Branding-Zwecke eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass 27 Prozent der Großunternehmen in Deutschland über eine explizite Social Media-Strategie verfügen.
Mit der steigenden Zahl an Smartphone-Nutzern nehmen auch die Einsatzmöglichkeiten der mobilen Endgeräte zu. Unterwegs nach einem Job suchen, das Bewerberprofil aktualisieren oder mit Unternehmen in Kontakt treten ist für deutsche Jobsuchende zunehmend Teil des Bewerbungsprozesses. Auch Arbeitgeber erkennen diesen Trend: Bereits jedes zehnte Unternehmen optimiert die Darstellung seiner Online-Stellenanzeigen für Smartphones und Tablets. Und mehr als jedes dritte Unternehmen sieht in diesem Schritt eine sinnvolle Art der Kandidatenansprache, so die Studie ‚Recruiting Trends‘.

Weitere Informationen unter:
www.monster.de

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