Angesichts alternder Belegschaften ist mehr Flexibilität gefragt
Die demografische Entwicklung in Deutschland führt dazu, dass es immer weniger Fachkräfte gibt. Doch richten sich nicht alle Unternehmen auf die Situation ein und ergreifen rechtzeitig Maßnahmen.
Bis 2020 wird das Angebot an Arbeitskräften um 1,2 Millionen sinken, so eine Studie von McKinsey aus dem Jahr 2008. Und bis 2025 werden nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft vier Millionen Akademiker fehlen.
Der Demografische Fitness Index (DFX) des Adecco-Instituts ermittelt seit 2006, inwieweit sich Unternehmen für die Folgen der demografischen Entwicklung wappnen. Danach gibt es Nachholbedarf vor allem bei Lebensarbeitszeitmodellen: Nur 25 Prozent der deutschen Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern, zum Beispiel mehrmonatige Auszeiten zu nehmen oder ihren Ausstieg aus dem Erwerbsleben gleitend zu gestalten, während dies in Großbritannien bei 52 Prozent der Fall ist. Aus einer Studie der Commerzbank geht außerdem, hervor, dass die Mitarbeiter bei nur rund der Hälfte von 4.000 in Deutschland befragten Betrieben problemlos bis zum Alter von 67 arbeiten können, obwohl schon jetzt jedes fünfte Unternehmen Probleme hat, genügend Auszubildende und Hochschulabsolventen mit guten Qualifikationen zu rekrutieren.
Allerdings betreiben 60 Prozent der Unternehmen betriebliche Gesundheitsförderung und fast die Hälfte hat altersgemischte Teams eingerichtet, um Kollegen in Rente wieder als Experten einzubinden.
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Längst sind sich Unternehmen der Bedeutung ihrer formalen Lerninitiativen und ihrer formalen Lernarchitektur bewusst. Das informelle Lernen, der freie Wissensaustausch zwischen Mitarbeitern, ist ebenso wichtig, wird jedoch häufig unterschätzt. Ein aktueller Bericht analysiert die Einstellungen, Erfahrungen und Bedürfnisse von Mitarbeitern und zeigt Handlungsmöglichkeiten für Führungskräfte auf.