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23.08.2010 | Personalmanagement

Gesundheitsmanagement beugt vor


Fast jede zweite Frau und etwas mehr als jeder dritte Mann sind gefährdet, im Laufe ihres Lebens psychisch zu erkranken. Immer mehr Unternehmen installieren ein betriebliches Gesundheitsmanagement. 93 Prozent der Mittelständler praktizieren oder planen, die Arbeitsplätze zu verbessern.

88 Prozent der Betriebe engagieren sich bei der Verbesserung der Arbeitsabläufe, 83 Prozent analysieren regelmäßig die betriebliche Situation und ermitteln zum Beispiel Ressourcen, die besser genutzt werden können. 58 Prozent bieten Mitarbeiterschulungen, etwa zur Stressbewältigung an, 47 Prozent haben Gesundheitszirkel initiiert oder beabsichtigen dies. 40 Prozent kümmern sich um die Führungskräfteschulung und führen beispielsweise Trainings zur besseren Wahrnehmung von Überlastungssituationen der Mitarbeiter durch. 17 Prozent haben weitere Maßnahmen auf dem Programm, unter anderem die Gründung von Betriebssportgruppen. Das sind Ergebnisse einer Befragung, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) unter 500 Geschäftsführern, Personalleitern und Gesundheitsbeauftragten in Betrieben mit 50 bis 499 Mitarbeitern durchgeführt hat.

Experten betonen, dass besonders die Mitarbeiterführung ein zentrales Instrument der betrieblichen Gesundheitsförderung darstellt. Eine Langzeitstudie des Schweizer Instituts Sciencetransfer kam zu dem Schluss, dass eine um 20 Prozent intensivere Unterstützung durch die Führungskräfte zu zehn Prozent weniger Burnout-bedingten Erkrankungen der Belegschaft führt.

Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass die Behandlungskosten für psychische Erkrankrungen im Jahr 2008 circa 28,7 Milliarden Euro ausmachten. Davon entfielen allein 5,2 Milliarden Euro auf die Therapie von Depressionen. Seelische Störungen machen sich häufig in Angstzuständen, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit bemerkbar. Die Folge sind oft Fehlzeiten oder schlechte Arbeitsergebnisse.

Weitere Informationen unter:
www.iwkoeln.de

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