Bei Hochschulabsolventen werden Traineeprogramme als Möglichkeit, Karriere zu machen, immer beliebter: Inzwischen können sich hierzulande 94 Prozent von ihnen vorstellen, als Trainee ins Berufsleben zu starten; vor einem Jahr waren es noch 84 Prozent. Auf Seiten der Arbeitgeber zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab.
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Die Chance, im Berufsleben Führungsverantwortung zu erwerben, ist hierzulande für Mitarbeiter mit 30 Jahren am höchsten. 44 Prozent aller Führungskräfte haben spätestens dann ihr eigenes Team. Wer es bis dahin nicht geschafft hat, auf der Karriereleiter emporzuklettern, dessen Aussichten auf eine Vorgesetztenposition nehmen von Jahr zu Jahr rapide ab.
Bei fast jedem zweiten Arbeitnehmer in Deutschland liegt das letzte Personalgespräch mehr als zwölf Monate zurück; gut jeder dritte Beschäftigte hat sogar in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr mit seinem Vorgesetzten über seine beruflichen Perspektiven gesprochen. Doch selbst wenn regelmäßig Mitarbeitergespräche stattfinden, ziehen sie nicht immer Konsequenzen hinsichtlich der Personalentwicklung mit sich.
Gemeinsam mit dem amerikanischen Kongress bietet der Deutsche Bundestag jungen Berufstätigen seit über 25 Jahren die Möglichkeit, mit einem Auslandaufenthalt in den USA ihre persönlichen Zukunfts- und Karriereaussichten zu verbessern. Auch 2012 können im Rahmen dieses parlamentarischen Patenschafts-Programms wieder 75 deutsche Nachwuchskräfte den "American Way of Life" vor Ort erleben.
In der Privatwirtschaft ist der Anteil von Frauen auf der unteren Führungsebene bereits heute auf dem Niveau der debattierten Vorschläge für eine Quote - weniger präsent sind sie ab dem mittleren Management. Um dies zu ändern, empfiehlt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum keine starre, einheitliche Regelung, sondern eine nach Berufsbildern differenzierte Geschlechterquote.
