In der Welt der Absolventen und Professionals hat sich mittlerweile die Online-Bewerbung als meistgewählter Rekrutierungsweg durchgesetzt. Nicht so bei Auszubildenden, die immer noch mehrheitlich die gute alte Bewerbungsmappe zusammenstellen. Auch an anderen Stellen im Azubi-Auswahlprozess vertrauen Unternehmen lieber dem Paper/Pencil-Verfahren.
In den vergangenen Jahren wurden mehrere zweijährige Berufe neu geschaffen, die auch 2011 auf großes Interesse bei eher praktisch begabten Jugendlichen stießen. Insgesamt haben die Unternehmen in diesem Bereich über 26.000 neue Lehrverträge abgeschlossen. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als zwölf 12 Prozent, während die Ausbildungsvertragszahlen insgesamt im Bereich der Industrie- und Handelskammern (IHKs) um 3,5 Prozent zulegten.
Die Zahl der Firmen, die die Möglichkeit zu einem dualen Studium anbieten, ist 2011 erneut gestiegen. Berufseinsteiger können heute aus über 40.000 derartiger Angebote wählen. Über die breiteste Palette an dualen Studiengängen verfügen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
In diesem Studienjahr, im Sommersemester 2011 und Wintersemester 2011/2012, stieg die Zahl der Studienanfänger in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Der Zuwachs männlicher Studienanfänger nahm mit fast einem Viertel deutlich stärker zu als der der weiblichen mit knapp einem Zehntel. In diesem Wintersemester liegt die Anzahl der Erstsemester mit rund 2,4 Millionen um knapp acht Prozent über dem Stand des Wintersemesters 2010/2011.
Rund 91 Prozent der rund 477.700 Auszubildenden in Deutschland haben im Jahr 2009 ihre Abschlussprüfungen im ersten Anlauf erfolgreich absolviert - die Frauen schnitten dabei noch etwas besser ab als die Männer. Allerdings verdeutlicht ein Blick auf einzelne Berufe auch, dass die Spannbreite des Bestehens und Nichtbestehens im ersten Anlauf groß ist.
2011 werden deutlich mehr Jugendliche eine Ausbildung beginnen als im vergangenen Jahr: Bis Ende September registrierten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) 328.506 Ausbildungsverträge. Das sind 4,7 Prozent mehr Neuverträge als im September 2010.
