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Online-Check November 2011: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Immer mehr Unternehmen stellen auch vor dem Hintergrund alternder Belegschaften fest, dass sie sich um die Gesunderhaltung der Mitarbeiter bemühen müssen. Für Personalverantwortliche, die sich einen Überblick über die Möglichkeiten eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements machen möchten, hier einige Link-Tipps samt Bewertung.

www.dnbgf.de
Seit Jahren bildet der Online-Auftritt des Deutschen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) eine verlässliche Anlaufstelle, wenn man sich einführend zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement informieren mochte. Die Site www.dnbgf.de ist entlang von fünf Foren organisiert, die sich unterschiedlichen Branchen, Themen und Unternehmenstypen widmen: Großunternehmen, KMU, Öffentlicher Dienst, Gesundheitswesen/Wohlfahrtspflege und Arbeitsmarktintegration/Gesundheitsförderung. Neben einer kurzen Vorstellung der Foren finden sich jeweils Nachrichten, Downloads und Links, sodass es sich lohnt, ein wenig zu stöbern. Dabei stößt man zwar immer wieder auch auf aktualisierungsfähige Inhalte, angesichts der Reichhaltigkeit ist dies jedoch verschmerzbar. Eine übersichtliche Einführung zur betrieblichen Gesundheitsförderung ("BGF-Themen") mit einer Darstellung wesentlicher Handlungsfelder und rechtlicher Grundlagen, eine reichhaltige Linksammlung, ein kostenfreier Info-Rundbrief sowie ein aktueller und gut gefülllter Veranstaltungskalender runden das weitgehend übersichtlich gestaltete Angebot ab. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf das Pendant auf europäischer Ebene, das European Network for Workplace Health Promotion (ENWHP - www.enwhp.org). Hier ist insbesondere die Toolbox erwähnenswert, die mit über 200 Programmen, Instrumenten und Best Practice-Modellen einen enorm nützlichen Fundus bereitstellt. Anspruch der Toolbox ist, Elemente zu präsentieren, die auf Unternehmensebene bereits mehr als einmal eingesetzt wurden und sich in verschiedene Situationen transferieren lassen.

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www.iga-info.de
In der "Initiative Gesundheit & Arbeit" (iga) kooperieren der BKK- und der AOK-Bundesverband, der Verband der Ersatzkassen sowie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung auf dem Gebiet der betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Bearbeitung der folgenden Themen haben sie sich zum Ziel gesetzt: "Wirksamkeit von Prävention", "Arbeit im Wandel", "Gestaltung gesunder Arbeit" und "Präventionsziele". Hierzu sollen jeweils wirksame Instrumente und Methoden entwickelt und in die Praxis transferiert werden. Die zugehörige Webseite www.igainfo.de überzeugt mit inhaltlicher Opulenz, Aktualität, angenehmem Layout und übersichtlicher Menüführung. Am Bereich "Themen & Projekte" gefällt insbesondere die Tatsache, dass er die unterschiedlichen Projekte nicht einfach aneinander reiht, sondern die bisherigen Ergebnisse in Form eines Videos zusammenfasst. Ebenfalls nutzerfreundlich sind im Menüpunkt "Veroffentlichungen" die i-Punkte, in denen längere Reporte, abgelaufene Veranstaltungen und Projekte als knappe Zweiseiter dokumentiert werden. Immer wieder finden sich sogar nützliche PC-Applikationen, beispielsweise eine Software zur Erfassung beruflicher Anforderungen, Belastungen und Gefährdungen oder Excelprogramme zur Vorhersage von Langzeit-Arbeitsunfähigkeit und zur Berechnung betrieblicher Störungen.

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Weitere Seiten im Überblick:
Zeichen für die Prominenz des Themas BGM sind nicht zuletzt die Unternehmenspreise zur Prämierung vorbildlicher Konzepte. Der "Corporate Health Award" (www.corporate-health-award.de) unter anderem unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie der von den Betriebskrankenkassen initiierte "Deutsche Unternehmenspreis Gesundheit" (www.deutscher-unternehmenspreis-gesundheit.de) warten auf ihren Webseiten jeweils mit einer Vorstellung der Preisträger der vergangenen Jahre auf, was durchaus anregend für eigene BGM-Projekte sein kann. Auch an den Hochschulen ist das Thema präsent: So wird das Thema an der Universität Bielefeld (www.bgm-bielefeld.de) ausführlich in Form von Weiterbildungsangeboten und Tagungen ("Präsentismus" im Jahr 2010, "Die erschöpfte Organisation" in 2011) bearbeitet, die auf der Webseite ausführlich dokumentiert sind. Unterschiedliche Organisationen haben zudem Leitfaden veröffentlicht, zum Beispiel die Unfallkasse des Bundes ("Betriebliches Gesundheitsmanagement - in 6 Schritten zum Erfolg"; www.ukbund.de/downloads/Fachinfornationen% 20AP/Leitfaden_BGM1_pdf_Datei.pdf), der Verband deutscher Betriebs- und Werkärzte (www.vdbw.de/fileadmin/01-Redaktion/02-Verband/02-PDF/Leitfaden/Leitfaden_Betriebliche_Gesundheitsf%C3%B6rderung_RZ3.pdf), der BKK Bundesverband (www.bkk.de/fileadmin/user_upload/PD F/Arbeitgeber/Leitfaden_Praevention_ 2010.pdf) oder das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (www.uni-augsburg.de/ projekte/gesundheitsmanagement/agsg/dow nloads/bgm_leitfaden.pdf). Last but not least erwähnenswert ist die Studie der Bundesanstalt fur Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die sich auf 243 Seiten damit auseinandersetzt, wie sich Betriebliches Gesundheitsmanagement mit Hilfe der Balanced Scorecard umsetzen lässt (www.baua.de/cae/servlet/contentblob/813924/publicationFile/ 51611/F2126.pdf).

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