Manager sollen einbeziehen, unterstützen und Fehler zugeben
Führungskräfte tun sich schwer, wenn es um Hilfe bei Problemen und um das Zugeben von Fehlern geht: In 34 Prozent der Fälle legen Manager einfach ihre eigene Analyse vor, der die Mitarbeiter dann zustimmen sollen. Bisweilen werden Lösungen sogar diktiert. 92 Prozent der Mitarbeiter möchten, dass ihre Vorgesetzten Fehler spontan zugeben, doch nur 48 Prozent der Manager tun dies auch.
28 Prozent weisen die Wichtigkeit von Fehlern von der Hand. Die übrigen geben Fehler zwar zu, ohne jedoch die Verantwortung dafür zu übernehmen.
Im Allgemeinen verhält sich die Mehrheit der Manager (60 Prozent) laut Meinung der Belegschaft vorbildlich oder ist zumindest aktiv. Allerdings sind 36 Prozent inaktiv oder verhalten sich benachteiligend. 95 Prozent der Mitarbeiter wünschen sich, dass die Vorgesetzten aufgabenbezogene Probleme mit ihnen gemein analysieren und ihnen helfen, sie mit anderen Augen zu sehen. Doch nur 45 Prozent der Führungskräfte verfolgen diesen Ansatz aus Sicht der Mitarbeiter. Das sind Ergebnisse von Krauthammer Observatory, einer Studie, die jährlich das Managementverhalten in Europa untersucht.
Im Fokus des diesjährigen Berichts stehen neben dem allgemeinen Managementverhalten auch das Geschäftsklima, der geschäftliche Druck, der Grad der Verbundenheit und die Jobzufriedenheit. Zum aktuellen Geschäftsklima äußert sich die Mehrheit der Mitarbeiter positiv. 24 Prozent stehen diesem Kriterium neutral gegenüber und 17 Prozent begegnen ihm sogar mit Misstrauen. 21 Prozent der Befragten, etwas mehr als im Jahr 2009, haben Probleme, mit Druck umzugehen. Nach Ansicht der Studienautoren sollten die Manager auf Anzeichen von Burnout achten, da Mitarbeiter, die gerade das Downsizing erlebt haben, Schwierigkeiten haben, die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen.
65 Prozent der Arbeitnehmer wollen in den nächsten zwölf Monaten keine Jobveränderung. Doch nur 39 Prozent sind auch fest entschlossen, in den nächsten zwölf Monaten bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben. 36 Prozent sind neutral oder nicht engagiert, während ein Jahr zuvor nur ein Viertel eine eher lose Bindung zum Unternehmen empfand. Wirklich zufrieden äußern sich nur zehn Prozent der Befragten, 44 Prozent sind eher zufrieden, 31 Prozent äußern sich neutral und 15 Prozent sind eher unzufrieden oder sehr unzufrieden.
Weitere Informationen unter:
www.krauthammer.de
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