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Arbeitgeber denken bei Generationen zu oft in Stereotypen

Arbeitgeber schätzen die unterschiedlichen Generationen von Mitarbeitern, die derzeit in deutschen Unternehmen tätig sind, in ihren Ansprüchen und ihrer Identität oft falsch ein. Sie unterscheiden die Generationen Y, X und Babyboomer in unterschiedliche Mitarbeiter-Typen und weisen jeder Gruppe homogene Rollenbilder zu, die es in der Personalarbeit zu berücksichtigen gelte. So gelten Mitarbeiter der Generation Y als Teamarbeiter, Weichensteller und Erfinder. Die Generation X setzt sich größtenteils aus Spezialisten und Machern zusammen. Vertreter der Babyboomer-Generation stehen hingegen für Perfektionismus, Umsetzungsstärke und Spezialistentum.
Dabei verstehen die Generationen selbst ihre Rollen als Mitarbeiter sowie ihre Eigenschaften und Fähigkeiten als sehr ähnlich. In allen drei Generationen gibt es bestimmte Persönlichkeitstypen, die nichts mit dem Alter der Arbeitnehmer zu tun haben. Das geht aus einer aktuellen Studie von Kienbaum Communications hervor. Mehr als 1.500 Vertreter der drei aktuellen Mitarbeiter-Generationen und 423 Unternehmen wurden danach befragt, welche Wünsche und Erwartungen die Arbeitnehmer im Job haben und wie sie ihre Rollen und Fähigkeiten einschätzen.

Generation Y legt gar nicht soviel Wert auf Internationalität

Die Generationen haben tatsächlich zum Teil unterschiedliche Ansprüche an ihren Arbeitgeber und ihren Job. Für die Generation Y sind die drei wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeberwahl eine gute Arbeitsatmosphäre, Wertschätzung von Leistung sowie eine abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeit. Diese drei Wünsche ihrer Mitarbeiter schätzen die meisten Unternehmen auch richtig ein. Es gibt aber auch Fehleinschätzungen, etwa was den Faktor Internationalität betrifft: Die Möglichkeit, in internationalen Teams zu arbeiten oder eine Zeit lang im Ausland tätig zu sein, ist den Befragten der Generation Y viel weniger wichtig, als Arbeitgeber denken.

Ein sicherer Arbeitsplatz ist nicht alles, was die Generation X wünscht

Deutlich schwerer tun sich die Arbeitgeber dabei, die Generation X in ihren Wünschen an einen Top-Job einzuschätzen: Die Generation der heute zwischen 35- und 51-Jährigen findet es am wichtigsten, eigene Ideen im Job einbringen zu können, abwechslungsreichen Aufgaben nachzugehen und Entscheidungsbefugnisse zu haben. Die Arbeitgeber hingegen gehen davon aus, dass den Vertretern dieser Generation ein sicherer Arbeitsplatz und Wertschätzung ihrer Arbeit am wichtigsten sind.

Babyboomer wollen vor allem eigene Ideen einbringen

Die Generation der Babyboomer hält es für das wichtigste Arbeitgebermerkmal, dass eigene Ideen beachtet werden. Die befragten Arbeitgeber schätzen dieses Kriterium als deutlich weniger relevant ein. Was die Bekanntheit des Unternehmens als Arbeitgeberkriterium betrifft, unterscheiden sich die Ansichten von Mitarbeitern und Arbeitgeber ebenfalls stark: Während die Babyboomer dieses Kriterium auf den drittletzten Platz von insgesamt 17 Wunschkriterien setzen, schätzen die Unternehmen ihre Bekanntheit als eines der wichtigsten Argumente für sich als Arbeitgeber ein. 



Weitere Informationen unter:
 www.kienbaum.de

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