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„Auch PRler können Überzeugungstäter sein“

Jan C. Weilbacher / Bild: HR Pepper
Jan C. Weilbacher / Bild: HR Pepper

Im März noch zierte sein Konterfei als Chefredakteur das Editorial des Fachmagazins Human Resources Manager, ab Mai wird Jan C. Weilbacher die Kommunikation des Beratungshauses HR Pepper leiten. Es ist das, was man im Journalismus als Wechsel auf die “andere Seite des Schreibtischs” bezeichnet: ein gestandener Journalist macht plötzlich PR.  

Mit Weilbacher gewinnt HR Pepper einen gut vernetzten, meinungsstarken und kreativen Kopf, der sich schon zu seiner Zeit als Journalist stark mit Themen der Organisationsentwicklung und -beratung befasst hat. Und der sich nun, wie er im kurzen Interview betont, auch nicht mit der Rolle des PRlers zufrieden geben will. 

Als Sie beim HRM ausstiegen, klangen die nächsten Schritte nebulös: lesen, schreiben, nachdenken. Projekte. Wie kam es nun zum zügigen Einstieg bei HR Pepper?
Ich hatte gesagt, ich mache ein Sabbatical, und das ist heute eigentlich nichts Nebulöses mehr. Ich wollte nach sieben Jahren als verantwortlicher Redakteur des Human Resources Manager mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und mein Buch zu Ende schreiben. Dass mein Sabbatical dann kürzer als gedacht wurde, hat sich durch eine glückliche Fügung ergeben. Matthias Meifert, Gründer von HRpepper, und ich sind ins Gespräch gekommen und haben schnell gemerkt, dass das passen könnte – sowohl was das Aufgabengebiet angeht als auch die Werte, die uns beiden wichtig sind. 

Sie machen eine Ausbildung zum Organisationsberater, haben sich intensiv mit Change Management befasst. Hätte Meifert Sie nicht eher als Berater denn als Kommunikator anheuern sollen?
Das Gute ist ja, dass ich beides machen kann: Kommunikation und Beratung. Diese Doppelrolle finde ich besonders spannend. Und es ist für mich auch wichtig, nicht nur als Kommunikator zu arbeiten, sondern ich will Kontakt zu Kunden haben, mit denen ich gemeinsam an Problemstellungen arbeiten kann. Im Übrigen denke ich, kann die Kommunikation durch Beratungserfahrung nur profitieren. 

Klassische PR-Erfahrung lese ich aus Ihrer Vita jedoch nicht heraus.
Die habe ich nicht, das stimmt. Allerdings ist es auch nicht ungewöhnlich, dass Journalisten auf die PR-Seite wechseln. Nichtsdestotrotz muss ich in manchen Bereichen dazulernen. Zum Beispiel wird die Organisation des Hoffestes, das in diesem Jahr am 19. Mai stattfindet, in meinen Verantwortungsbereich fallen. So eine Event-Organisation ist Neuland für mich. Mich reizen aber völlig neue Aufgabengebiete.  

Sie sind gelernter Journalist und bekennender Organisationsentwickler; beides Professionen für Überzeugungstäter. PRlern hingegen sagt man gern nach, Fähnchen im Wind zu sein. 
Auch PRler können Überzeugungstäter sein. Ich mache ja keine Kommunikation für den Vertrieb von Stützstrümpfen. Ich habe in der Zeit als Chefredakteur eine Leidenschaft unter anderem für Organisationsentwicklung und Collaboration entdeckt und bin immer noch fasziniert von der Profession Personalmanagement und ihren Herausforderungen. Das werde ich sicherlich auch bei HR Pepper ausleben können. Zudem kann ich mich mit der Art und Weise wie HR Pepper an Themen herangeht, identifizieren.

In der HR-Szene kennt man sie seit sieben Jahren. Inwiefern werden wir Sie in der neuen Rolle auch neu kennen lernen können?
Eine gute Frage, die ich so noch nicht wirklich beantworten kann. Ich bin in meiner neuen Rolle weniger der Unabhängigkeit verpflichtet und werde mich noch stärker als früher auf bestimmte Themen fokussieren. Collaboration sowie die HR-Kommunikation nach innen und außen gehören da sicherlich dazu. 

Interview: Cliff Lehnen

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