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Gorillas: Personalchefin Deena Fox verlässt das Unternehmen

Beim Berliner Start-up Gorillas gehen die zwei höchsten HR-Führungskräfte. Zum einen verlässt die derzeitige Personalchefin Deena Fox nach rund einem Jahr das Unternehmen. Zum anderen geht die Vice President of Human Resources, Linda van Velzen. Wie der Lieferdienst gegenüber dem Branchenportal Sifted sagte, sei der Grund dafür eine räumliche Umstrukturierung von Gorillas. Man wolle sein HR-Team im Berliner Headquarter sitzen haben und nicht wie es derzeit bei Fox und van Velzen der Fall ist in New York und Amsterdam.

Deena Fox
Deena Fox war seit Anfang August 2021 beim Lieferdienst Gorillas für HR verantwortlich. Foto: Gorillas Technologies

Das Start-up habe die Hoffnung gehabt, dass Fox von New York nach Berlin ziehen würde. Für die US-Amerikanerin komme das aber aufgrund von „privaten Gründen und familiären Verpflichtungen“ nicht infrage. Ihre beruflichen Stationen hat Fox bisher alle in den USA absolviert. So war die Juristin unter anderem HR Director für Nordamerika bei Amazon, Personalleiterin Amerika bei Hugo Boss und Chief People Officer bei der Bekleidungsmarke Vince.

Neue VP of People gefunden

Wer nach Deena Fox Chief People Officer bei Gorillas wird, ist unklar. Nur so viel gab das Start-up Medienberichten zufolge bekannt: Carmen Benkö, die bis Juni 2022 noch als Chief of Staff bei Gorillas tätig war, ist neue Vice President of People und damit von jetzt an für die HR-Strategie, die Employee Experience, die Mitarbeitergewinnung und den Themenkomplex HR Tech im Start-up verantwortlich.

Kurz vor dem Wechsel an der HR-Spitze hatte Gorillas die Hälfte des globalen Verwaltungsteams entlassen – rund 300 Personen –, um Kosten einzusparen, wie es von Unternehmensseite heißt. Auch auf der Führungsetage des Start-ups hatte sich vor Foxs Abgang etwas getan. Im ersten Quartal 2022 hatte die Marketingchefin Luanne Calvert nach nur drei Monaten Gorillas verlassen. Zuvor hatte Chief Commercial Officer Ronny Gottlich Anfang des Jahres beim Unternehmen gekündigt.

Zudem stand Gorillas in der Vergangenheit immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik. Zuletzt hatte das Start-up Mitarbeitenden gekündigt, die durch wilde Streiks ihre Arbeitssituation verbessern wollten. Betroffene Beschäftigte zogen daraufhin gegen ihren Arbeitgeber vor Gericht. Inzwischen hat das Unternehmen einen Betriebsrat.

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Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.