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Sabrina Albrecht: Quereinstieg vom Kunstmanagement ins Personalwesen

Portrait von Sabrina Albrecht
Neben viel Mut macht für Sabrina Albrecht Authentizität und Verlässlichkeit einen guten Personaler aus. Foto: Cognos AG

Personalwirtschaft: Sie haben Kunst und Medienwissenschaften studiert und waren zunächst im Kunstmanagement tätig. Was gab 2013 den Ausschlag, in die Wirtschaft zu wechseln?

Sabrina Albrecht: Meine ersten Kontakte zur Wirtschaft hatte ich 2013 bei einem Praktikum bei Bayer und bei der Allianz im CSR-Department in Malaysia. 2015 fand ich fachfremd meinen Berufseinstieg in der Personalberatung. Ich mag es, die Ärmel hochzukrempeln, loszulegen und Ergebnisse zu sehen. Diese Bedürfnisse hat damals wie heute die Wirtschaft weitaus besser erfüllt.

Sie sind noch recht jung und bei Cognos schnell aufgestiegen. Sehen Sie Ihr Alter als Vorteil?

Der Zugang zu manchen Themen mag mir aufgrund meines Alters leichtfallen, aber in erster Linie profitiere ich von meinen interdisziplinären Berufskompetenzen. Neben Kunst und Kultur bringe ich wertvolle Erfahrung im Recruitment und Vertrieb mit. Bei Themen wie Employer Branding und Talent Acquisition ist der Recruiter schon lange nicht mehr Einkäufer. Ganz im Gegenteil: Er ist Verkäufer, auch inhouse. Die Perspektive auf Themen und die Einstellung dazu stehen für mich im Vordergrund. Unsere HR-Strukturen bis ins Detail zu hinterfragen, hat mir mit Sicherheit eingangs nicht überall Freunde beschert, aber es hat uns vorangebracht. Cognos ist eine gute Plattform für Menschen, die Dinge in Bewegung bringen wollen und gleichzeitig mutig genug sind, zu sagen, was sie wirklich denken. Diese Eigenschaften haben für mich nichts mit dem Alter zu tun.

Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die ein Personaler heutzutage besitzen muss?

Mut steht für mich an erster Stelle. Neue Wege zu gehen, auch wenn sie steinig sind. Für seine Meinung und seine Entscheidungen einzustehen und bei all dem sich selbst treu und authentisch zu bleiben. Dann ist es wichtig, sich, seinen Weg, abgeschlossene Projekte oder die Entwicklung des Unternehmens regelmäßig zu reflektieren. Jeder Personaler sollte außerdem ein verdammt guter Netzwerker sein. Die Fähigkeit, sich schnell vernetzen zu können, hilft, die DNA eines Unternehmens zu verstehen und was dieses und die Mitarbeiter umtreibt.

Welche Projekte stehen derzeit auf Ihrer Agenda?

Wir haben unsere HR-Organisation komplett umgebaut und ein neues Produkt-Portfolio definiert. Mein Fokus liegt aktuell auf der Stabilisierung der neuen Strukturen sowie der verschiedenen HR-Teams, die sich zum Großteil ebenfalls neu zusammengefunden haben. Darüber hinaus führen wir ein neues Personalinformationssystem ein und rollen dieses aktuell in unseren fast zwanzig Tochtergesellschaften aus. Weiterhin bauen wir gerade mit Hochdruck unser Portfolio in der Personalentwicklung aus. In der Summe lässt sich sagen, dass wir uns gerade ein völlig neues Standing in der Organisation erarbeiten. Eine aufregende Phase voller Abenteuer, die mir persönlich sehr viel Spaß macht.

Dieser Beitrag ist in der Ausgabe 06/2018 der Personalwirtschaft erschienen. Die komplette Ausgabe lesen Sie in unserem › Archiv

David Schahinian arbeitet als freier Journalist und schreibt regelmäßig arbeitsrechtliche Urteilsbesprechungen, Interviews und Fachbeiträge für die Personalwirtschaft.

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