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Klinikum Dortmund: Karsten Schneider ist neuer Arbeitsdirektor

Porträt Dr. Karsten Schneider
Nach langer Suche hat das Klinikum Dortmund die vakante Position des Arbeitsdirektors mit Dr. Karsten Schneider besetzt. Foto: privat

Im Juni 2020 hatte sich der Aufsichtsrat des Klinikums nach neunmonatiger Suche für den SPDler Jens Peick als Arbeitsdirektor entschieden. Die Ratsfraktionen von CDU, Grünen und FDP wollten dessen Bestellung jedoch nicht mittragen. Da Peick voraussichtlich an einer fehlenden Mehrheit im Rat gescheitert wäre, zog er drei Monate später seine Bewerbung zurück. Mit Karsten Schneider hat die Besetzung des Postens jetzt geklappt. Er hatte sich auf Vorschlag des Dortmunder Verdi-Chefs Michael Kötzing beworben. Vom 20-köpfigen Aufsichtsrat stimmten 18 Mitglieder mit Ja, zwei enthielten sich.

In seiner Funktion als Arbeitsdirektor ist Schneider zuständig für den Personalbereich und verantwortet die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Mitarbeiter, ihre Qualifikation, die Aus- und Weiterbildung sowie den Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Bislang Dezernent für Bildung und Soziales in Herten

Der 50-Jährige war seit Oktober 2018 Dezernent für Bildung und Soziales bei der Stadt Herten. Ab Januar 2021 sollte er erster Beigeordner in Herten werden und schlug dafür eine Professur mit dem Fachgebiet Arbeitsmarktpolitik und arbeitsmarktpolitische Instrumente an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit aus.

Der Diplom-Politologe gilt als Verwaltungs- und Arbeitsmarktexperte. Für seine Dissertation “Arbeitspolitik im ‚Konzern Stadt‘” erhielt er den Carl-Goerdeler-Preis zur Förderung der Kommunalwissenschaften. Nach dem Studium war Karsten Schneider zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Verwaltungsautomation und im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel und danach am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Abteilung Innovation und Organisation. Anschließend wurde er Referatsleiter in der Abteilung Forschungsföderung der Hans-Böckler-Stiftung. Es folgte eine Tätigkeit als Abteilungsleiter in der Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik sowie im Projekt “Zukunft der Arbeit im Öffentlichen Dienst” beim DGB-Bundesvorstand. Bevor Schneider als Dezernent zur Stadt Herten ging, arbeitete er als Referatsleiter des Digitalisierungsbüros bei der Senatorin für Finanzen in Bremen und war dort in der Abteilung Zentrales IT-Management für die Digitalisierung der öffentlichen Dienste zuständig.

Das > Klinikum Dortmund ist zu hundert Prozent in kommunaler Trägerschaft. Das größte Krankenhaus in Nordrhein-Westfahlen beschäftigt circa 3.900 Mitarbeiter.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.