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Siemens bestätigt Abschied von Janina Kugel

Nun ist es bestätigt: Janina Kugel, Personalvorstand bei Siemens, geht. Foto: Siemens
Nun ist es bestätigt: Janina Kugel, Personalvorstand bei Siemens, geht. Foto: Siemens

Am Montag hatte die › Personalwirtschaft mit Bezug auf Meldungen im Handelsblatt darüber berichtet, dass Janina Kugel vermutlich den Siemens-Konzern verlassen wird. Nun ist es offiziell: Der Vertrag von Personalvorstand Janina Kugel läuft “im gegenseitigen Einvernehmen” zum 31. Januar 2020 aus und wird vom Aufsichtsrat nicht verlängert.

Abschied mit Fragezeichen

Warum Kugel geht oder gehen musste, ist spekulativ. Sie wolle sich neuen Herausforderungen stellen, hieß es im Hintergrund. Gleichzeitig berichteten mehrere Medien darüber, dass das Vertrauensverhältnis zu Siemens CEO Joe Kaeser in den letzten Monaten stark gelitten hätte und der Aufsichtsrat nicht mehr uneingeschränkt hinter ihr stehen würde. In der Pressemeldung wurden die Leistungen von Kugel erwartungsgemäß gewürdigt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich darin bei Kugel für mehr als vier Jahre erfolgreiche und wegweisende Personalarbeit als Personalvorstand und insgesamt 17 Jahren Dienst im Konzern: “Mit ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise sowie der Kraft ihrer Persönlichkeit hat Janina Kugel einen wichtigen Anteil an unserem Erfolg. Siemens gehört seit Jahren zu den attraktivsten Arbeitgebern auf der ganzen Welt. Sie ist eine leidenschaftliche Streiterin für mehr Diversität, lebenslanges Lernen und eine moderne Unternehmenskultur in einer sich radikal wandelnden Arbeitswelt”, betonte Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe. Eine Einschätzung, die die HR-Community durchaus teilt, gilt Janina Kugel doch seit Jahren zurecht als Role Model für eine moderne, machtvolle HR-Funktion.

Umso mehr muss man sich fragen, warum eine so charismatische und erfolgreiche Managerin in einem Dax-Konzern scheitert. Der Imageschaden dürfte für Siemens enorm sein. Aber das scheint dem Siemens-Machtzentrum um die Herren Snabe und Kaeser offensichtlich egal zu sein. Eine schwache Leistung von vermeintlich starken Männern.

Nachtrag zur Meldung

Janina Kugel nahm abends über LinkedIn ausführlich Stellung zu ihrem Abschied von Siemens. “I have always been driven by change. I have always preached the importance of change. Change is what we are pursuing at Siemens. And change is what I am now looking to achieve in my own life.” Demnach wird sie ihren Vertrag noch bis Ende Januar erfüllen und danach lernend und beratend neue Pfade betreten. Kugels bemerkenswerten Beitrag mit dem Titel “Change” finden Sie › hier.