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Bundesministerin kündigt Gleichstellungstrategie der Bundesregierung an

Hände mit Puzzle
Die Bundesregierung stellt Strategie im Gleichstellungsjahr 2020 vor. Foto: © PublicDomainPictures/px

Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen der Gleichstellung – für entsprechende Projekte stehen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) insgesamt
21 Millionen Euro zur Verfügung und damit 3,5 Millionen Euro mehr als
im Vorjahr.

Bundesministerin Dr. Franziska Giffey kündigte noch für dieses Jahr die Verabschiedung einer
Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung an. Außerdem sei die
Gründung eines Gleichstellungsinstituts geplant. Auch auf europäischer
Ebene werde das BMFSFJ Impulse setzen. Die EU-Ratspräsidentschaft ab
Sommer solle dafür genutzt werden, um in Deutschland und in Europa die
Frauenrechte und die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern
ein Stück voranzubringen.

Zwei Förderprojekte zur konkreten Gleichstellungspolitik

Als Beispiele für die konkrete Gleichstellungspolitik hierzulande stellte Bundesministerin Giffey zwei Förderprojekte vor: Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) und das Projekt “Männer stärker in die Gleichstellungspolitik” vom Bundesforum Männer.

Das
Digitale Deutsche Frauenarchiv wird ab 2020 institutionell und damit
verlässlich gefördert. “Hierfür nehmen wir jährlich 1,85 Millionen Euro
in die Hand. Mit dem Digitalen Deutschen Frauenarchiv wird sichtbar, was
die deutsche Frauenbewegung erkämpft hat.

Im Digitalen Deutschen Frauenarchiv werden erstmals weiterführende
Informationen zur Frauenbewegungsgeschichte in der Form eines
Fachportals präsentiert, darunter zahlreiche Originaldokumente wie
Briefe, Fotos oder historische Tonaufnahmen. Interessierte Nutzerinnen
und Nutzer mit wissenschaftlichem oder pädagogischem Hintergrund, aber
auch die Medien bekommen somit dauerhaften Zugriff auf die einzigartigen
Materialien der Archive des i.d.a.-Dachverbands. Darin sind 40 Frauen-
und Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen aus
Deutschland, Österreich, Luxemburg, Italien und der Schweiz organisiert.

Auch Männerberatung steht im Fokus

Auch
Männer stehen vor besonderen Herausforderungen, Konflikten und
Problemsituationen – wenn dies auch nicht vergleichbar ist mit dem
Unterstützungsbedarf, den Frauen haben. Das BMFSFJ fördert ab Februar
bis Mitte 2022 das Projekt “Männer stärker in die Gleichstellungspolitik – Vernetzung, Beratung, Ansprache und Unterstützung” vom Bundesforum Männer (Gesamtfördersumme:
1,15 Mio. Euro). Ziel ist die qualitative Weiterentwicklung der
Männerberatung und -arbeit, flächendeckende Vernetzung und Unterstützung
des Auf- und Ausbaus der männerfokussierten Beratung.

Als ein weiteres Projekt wird die Weiterbildung von Multiplikatoren für männerfokussierte Beratung durch den Sozialdienst katholischer Männer – SKM Bundesverband e.V.
gefördert. Es baut die Beratungskompetenzen von Männern in vorhandenen
Beratungseinrichtungen aus und hilft Fachkräften, ihre beruflichen
Kompetenzen für die beratende Praxis mit Jungen und Männern in
Krisensituationen zu erweitern. Dieses Projekt wird vom BMFSFJ bis
Oktober 2022 mit insgesamt rund 800.000 Euro gefördert.

Aufgebaut wird außerdem die bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz. Sie
soll u.a. Kommunen und Ländern dabei helfen, neue
Unterstützungsstrukturen zu etablieren und bestehende
Männerschutzprojekte fachlich zu begleiten. Die
Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V.
(Dresden) erhält dafür bis September 2022 eine Förderung in Höhe von
mehr als 1,5 Millionen Euro.

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