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Inklusion: Neues Unterstützungsangebot für Arbeitgeber

Zum 1. Januar 2022 ist mit Paragraf 185a SGB IX eine neue Vorschrift in Kraft getreten, die die Schaffung einheitlicher Ansprechstellen zur Integration von Menschen mit einer Behinderung ins Berufsleben vorsieht. Das Angebot richtet sich an Arbeitgeber: Die Ansprechpartner sollen die Betriebe für das Thema Inklusion sensibilisieren und sie bei der Einstellung, Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung informieren, beraten und unterstützen. Außerdem sollen die “Inklusionslotsen” den Unternehmen bei der Beantragung der passenden Fördergelder behilflich sein. Wo die neuen Ansprechstellen konkret angesiedelt sind, legen die jeweiligen Integrationsämter fest. Sie beauftragen die Integrationsfachdienste oder – je nach Region – auch andere geeignete Träger, als Ansprechstellen zu fungieren.

Erhöhung der Ausgleichsabgabe für “Nullbeschäftiger” geplant

Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten sind gemäß Paragraf 154 Absatz 1 SGB IX dazu verpflichtet, eine Schwerbehindertenquote zu erfüllen. Wer diese nicht einhält, muss eine Ausgleichsabgabe bezahlen. Für Unternehmen, die gar keinen Schwerbehinderten beschäftigen, obwohl sie zu den nach § 154 Absatz 1 SGB IX beschäftigungspflichtigen Arbeitgebern zählen, sieht der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung die Einführung einer vierten Stufe der Ausgleichsabgabe vor. Wird dieses Vorhaben umgesetzt, würde sich für die sogenannten Nullbeschäftiger die Ausgleichsabgabe faktisch erhöhen.

ist freier Journalist aus Biberach/Baden und schreibt regelmäßig News und Artikel aus dem Bereich Arbeitsrecht.