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Keine Täuschung mehr durch Bots: Kalifornien erlässt Gesetz

Ein Bot-Symbol (Gesicht) begrüßt den Betrachter mit
“Hi, ich bin ein Bot” – so oder ähnlich muss künftig laut einem kalifornischen Gesetz erkennbar sein, dass man nicht mit einem Menschen kommuniziert.
Foto: © mast3r/Fotolia.de

Bots (vom englischen “robot”, Roboter) sind automatisierte Computerprogramme. Insbesondere in sozialen Medien werden Bots eingesetzt, die mit Profilbild, Posts und Followern realistisch wirken und zum Beispiel politische Mehrheiten und Stimmungen vortäuschen sowie Botschaften – etwa Fake News – verbreiten, unter anderem in Wahlkämpfen. Aber auch im Marketing werden Bots zur Manipulation der Nutzer genutzt. Derzeit ist es nicht möglich, die Bots im großen Stil zu identifizieren, außerdem lernen sie permanent hinzu. Bots sind nicht nur im Internet präsent; Google zum Beispiel kam mit der Künstlichen Intelligenz “Duplex” für Telefonie auf den Markt. Die Stimme klingt am Telefon wie die eines Menschen und war bei der ersten Präsentation des Tools nicht als Bot identifizierbar. Nach Protesten gibt sich Duplex künftig zu Beginn jedes Telefonats als Bot zu erkennen.

Bots müssen künftig als solche kenntlich gemacht sein

Die kalifornische Regierung hat Ende September ein neues Gesetz verabschiedet, dass der Beeinflussung durch Bots Einhalt gebieten soll. Das Anti-Bot-Täuschungsgesetz wurde speziell für irreführende kommerzielle oder politische Bots auf Plattformen mit monatlich durchschnittlich mehr als zehn Millionen eindeutigen Nutzern entworfen. Die Regelung tritt am 1. Juli 2019 in Kraft.

Die Bots dürfen sich dann nicht mehr als Menschen ausgeben. Für Nutzer soll transparent werden, dass sie es beim Chatten oder Twittern oder in Kommentaren sowie beim Telefonieren mit einer Maschine zu tun haben. Die Bots müssen sich eindeutig und auffällig zu erkennen geben, etwa indem sie sich gleich bei der Begrüßung als Bot vorstellen. Bei E-Mails könnte in der Signatur darauf hingewiesen werden. Wie das Gesetz technisch umgesetzt wird, ist bisher allerdings offenbar unklar.

Mehr Informationen gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.