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Agile Unternehmen sind fitter im Managen von Veränderungen

Agilität: raus als alten Routinen
Foto:© stockWERK/Fotolia.com
Agilität: raus als alten Routinen
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In
dynamischen Zeiten, die von Diskontinuität und Unsicherheit geprägt sind, sind
Unternehmen besonders gefordert, sich schnell an Marktveränderungen und
Kundenbedürfnisse anzupassen. Das gelingt jedoch nur einer Minderheit der
Firmen; den meisten mangelt es an Agilität, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Der wichtigste externe Motor für Veränderungen
ist der Wettbewerb der Unternehmen untereinander. Mehr als jede zweite Firma
(59 Prozent) sieht das so. Nur ein Viertel der Unternehmen betrachtet technologische
Veränderungen als einen besonders starken Change-Auslöser. 63 Prozent der
Firmen halten es für besonders wichtig, rasch auf geänderten Kundenbedarf zu
reagieren, doch nur 15 Prozent sehen sich selbst dazu in der Lage.

Change ist mehr als ein zeitlich begrenztes Projekt

Zahlreiche Veränderungsprojekte scheitern, weil es den Topmanagern nicht
gelingt, ihre Aufgaben für ein erfolgreiches Change Management ausreichend zu
erfüllen, zumal sie sich häufig an Erfolgsrezepten und Routinen der
Vergangenheit orientieren. Zudem verstehen viele Unternehmen unter Change
Management immer noch ein zeitlich begrenztes Projekt, obwohl es inzwischen
notwendig geworden ist, permanent auf Veränderungen zu reagieren. Um dies zu
bewältigen, müssen die Firmen agiler werden, sich zur agilen Organisation
wandeln. Das sind Ergebnisse der Change Management-Studie 2014/2015 “Agility –
überlebensnotwendig für Unternehmen in unsicheren und dynamischen Zeiten” der Managementberatung
Kienbaum.

Agilität = Sensivität, Reagibilität und…

Agilität bedeutet zunächst, Veränderungen, Widrigkeiten und Risiken laufend frühzeitig
wahrzunehmen und rasch und flexibel darauf zu reagieren. Aber das allein reicht
nicht, so die Studie:

Vielmehr ist Agility in intransparenten und dynamischen Unternehmensumwelten
auch notwendig, um immer wieder Chancen, Erfolgspotenziale oder Wettbewerbsvorteile
kurzfristig und schnell zu erkennen und zu realisieren.

Agilität, so
Achim Mollbach, einer der Studienautoren, sei eine wichtige Meta-Kompetenz, die
Unternehmen mitbringen müssten, um Veränderungen erfolgreich zu meistern oder
aktiv zu beeinflussen.

Erfolgsfaktoren: schnelle Kommunikationsnetzwerke und
zügige Entscheidungen

Die Studie nennt auch die Faktoren, die Unternehmen dazu befähigen, agil zu
sein. Dazu gehören zum Beispiel moderne Formen der internen Kommunikation wie
Social Media, um starre und langatmige Informations- und Abstimmungsstrukturen
aufzubrechen sowie schnelle und flexible Kommunikationsnetzwerke zu bilden. Zu
den weiteren Kompetenzen agiler Unternehmen gehöre, dass das Topmanagement wichtige
Entscheidungen zügig trifft und auf lange Abstimmungsrunden oder bürokratische
Prozeduren verzichtet.

“Atmende Systeme” und durchlässige Hierarchien fördern Agilität

Zudem können Unternehmen Agilität auch mittels durchlässiger Hierarchien fördern.
Die Studie spricht von “atmenden” Systemen und Verfahren, die schnell und
flexibel Veränderungen im Markt oder in der Umwelt des Unternehmens aufnehmen
und darauf adäquat reagieren können. Das bedeute auch, eine Vertrauenskultur
aufzubauen, um Mitarbeiter an der Schaltstelle zum Kunden zu ermutigen, selbst
Lösungen zu entwickeln.

Für die Studie wurden mehr als 200 Topmanager, Führungskräfte und Projektleiter
aus dem deutschsprachigen Raum befragt.

Interessierte Personaler können die Studie > hier herunterladen.