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Ansprüche der Mitarbeiter von morgen

Bei der Wahl des Arbeitsplatzes steht für angehende Berufstätige ein gutes Verhältnis zu den Arbeitskollegen mit Abstand an erster Stelle. 82 Prozent knüpfen gerne auch privat gute Kontakte zu den Arbeitskollegen. Auf den weiteren Plätzen folgen Karrierechancen, Entlohnung und Benefits, Arbeitsplatzsicherheit und eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Den Ruf des Unternehmens und den Standort bewerten die jungen Leute nicht so hoch.

Gern gesehen: Arbeiten in altersgemischten Teams

60 Prozent würden gerne im Team arbeiten, 30 Prozent lieber alleine und zehn Prozent ist es prinzipiell egal, ob sie mit anderen zusammenarbeiten oder nicht. Die jungen Menschen schätzen das Wissen älterer Kollegen. Sie arbeiten auch gern mit ihnen zusammen, solange im Team auch Gleichaltrige vertreten sind: 55 Prozent würden gerne in altersgemischten Teams arbeiten. 28 Prozent arbeiten lieber hauptsächlich mit Gleichaltrigen. Grundsätzlich fühlen sich die Schüler von älteren Generationen wertgeschätzt und möchten von ihnen auch etwas lernen. Das sind Ergebnisse der österreichweiten Studie “Arbeitsplatzgestaltung und moderne Arbeitsformen nach den Bedürfnissen der jungen Generation” von SustainAK. Für die Untersuchung wurden im September 2014 707 Schüler im Alter zwischen 17 und 20 Jahren online befragt. Die zentralen Themen waren “der Arbeitsplatz” und die “Generationen-Unterschiede”.

Flexibel und ortsungebunden, aber bitte ohne Kontrolle durch Vorgesetzte

Einzel- oder Zwei-Personen-Büro sind bei den befragten Schülern nicht besonders beliebt. Der Trend geht zu vernetztem, kommunikativem Arbeiten in offenen Büroräumen, gerne auch ortsungebunden und flexibel. Dabei ist es ihnen aber sehr wichtig, dass sie von ihrem Arbeitgeber nicht ständig “überwacht” werden. 94 Prozent geben an, ehrlich zu sein, wenn Arbeitszeiten nicht kontrolliert werden. 92 Prozent schätzen Vertrauen, das ihnen ihr Arbeitgeber entgegenbringt, hoch ein. Bei einem guten Arbeitsklima sind sie auch bereit, gute Leistungen zu erbringen. Die Beziehung zu ihren Vorgesetzten ist den Befragten wichtig. 76 Prozent wünschen sich ein lockeres, freundschaftliches Verhältnis zu ihren Chefs.

Stimmen die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima, würden die heutigen Schüler auch gerne einen längeren Anfahrtsweg und eine geringere Bezahlung in Kauf nehmen. 89 Prozent sind bereit, bis zu einer halben Stunde zu pendeln, 49 Prozent sogar bis zu einer Stunde.

Insgesamt ist der zukünftige Arbeitsplatz für die jungen Menschen ein wichtiges Thema. Auch schätzen sie es wert, wenn sich Unternehmen dafür interessieren, welche Bedürfnisse und Wünsche sie mitbringen und entsprechende Maßnahmen ableiten.

Die Studienergebnisse stehen als Download zur Verfügung.