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Arbeitsbedingungen im Wandel

Die Mehrheit der europäischen Arbeitnehmer fühlt sich vom Chef und
von Kollegen unterstützt. Ihren Arbeitsplatz nehmen die Berufstätigen
heute weniger als Gesundheitsrisiko wahr als noch vor einigen Jahren, sieht man einmal vom gestiegenen Stresslevel ab.

Fast
sechs von zehn Mitarbeitern (58 Prozent) in Europa sind mit ihrer
Arbeitszeit zufrieden. Ebenso viele fühlen sich von ihrem Vorgesetzten
unterstützt, 71 Prozent finden, dass ihre Kollegen sie unterstützen. 63
Prozent der Arbeitnehmer geben an, dass ihr Unternehmen sie dazu
motiviert, die beste Leistung zu bringen. Das sind erste Ergebnisse der
sechsten Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen (EWCS).

Zahl der Chefinnen ist gestiegen

Die
Studie zeigt auch, dass es trotz einer steigenden Anzahl weiblicher
Führungskräfte immer noch eine Geschlechtertrennung gibt. Einerseits ist
die Anzahl der Befragten, die einen weiblichen Vorgesetzten haben, von
24 Prozent im Jahr 2000 auf 33 Prozent in diesem Jahr gestiegen.
Andererseits berichtet jedoch mehr als jeder zweite Befragte, in einem
Beruf tätig zu sein, den hauptsächlich Arbeitnehmer des gleichen
Geschlechts ausüben. Das trifft auf 58 Prozent der Männer und 54 Prozent
der Frauen zu.

Die Arbeitszeit hat sich insgesamt verkürzt, nur
noch wenige Berufstätige arbeiten 48 Stunden pro Woche oder mehr. Dafür
ist die Anzahl von Beschäftigen, die in Teilzeit arbeiten, mit der Zeit
angestiegen, was vor allem auf Frauen zutrifft. Männer arbeiten im
Schnitt 39 Stunden die Woche, während die Wochenarbeitszeit von Frauen
bei 33 Stunden liegt.

Weniger Risiken am Arbeitsplatz, doch mehr Stress

Die
europäischen Arbeitnehmer wurden auch nach ihrer Gesundheit und
Sicherheitsrisiken ihres Arbeitsplatzes befragt. Nur zehn Prozent
sagten, sie seien nicht gut oder sehr gut informiert über solche
Risiken. Während im Jahr 2000 noch fast jeder dritte Arbeitnehmer (31
Prozent) seinen Arbeitsplatz als Gesundheitsrisiko erlebte, sind es
aktuell nur noch 23 Prozent. Danach scheinen die in den letzten Jahren
eingeführten Maßnahmen zum Arbeitsschutz zumindest etwas zu greifen.
Stattdessen hat aber die Zahl der Mitarbeiter, die im Job unter
negativem Stress leiden, zugenommen. 33 Prozent der Berufstätigen
berichten über ein hohes Arbeitstempo, 36 Prozent sagen, dass sie unter
Termindruck arbeiten.

Unterschiedliche Probleme bei Alt und Jung

Außerdem
erleben junge Beschäftigte eine größere Arbeitsintensität und
Jobunsicherheit, während jeder zweite ältere Mitarbeiter berichtet,
weniger Karrierechancen und Zugang zu Weiterbildung und haben.

Für
die diesjährige Studie befragte Eurofound in Zusammenarbeit mit Ipsos
mehr als 43.000 Arbeitnehmer in 28 EU-Mitgliedstaaten, fünf
EU-Kandidatenländern sowie in der Schweiz und Norwegen.

Weitere Informationen in englischer Sprache gibt es > hier.

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