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Klassiker und Newcomer: Das sind die Traumjobs der Deutschen

Traumberuf Arzt
Die Deutschen würden am liebsten als Arzt oder Ärztin arbeiten. Foto: © Chinnapong-stock.adobe.com

Wenn es um den Traumberuf geht, sehen sich die meisten Bundesbürger nach wie vor immer noch am liebsten als Gott oder Göttin in Weiß. Auch der Pilot, seit langer Zeit Wunschbild vor allem vieler Jungen, rangiert weiterhin unter den Top Ten.

Im Auftrag des beruflichen Netzwerks Xing hat das Marktforschungsinstitut Marketagent im Februar dieses Jahres 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland zu ihren Traumjobs befragt und dafür 47 Berufe zur Auswahl gestellt.

Traumjobs: Arzt vor Schauspieler und Software-Entwickler

Am liebsten sähen sich die deutschen Befragten als Arzt oder Ärztin; dieser Beruf führt das Ranking der zehn am meisten genannten Traumjobs an. Laut einer Umfrage von Yougov in Deutschland ist das auch der Beruf, den sich Eltern am häufigsten für ihre Kinder wünschen. An zweiter Stelle in der Gunst der Deutschen (aber definitiv nicht der Eltern) steht der Beruf des Schauspielers – ein Job, der mit viel Öffentlichkeitswirksamkeit verbunden ist. In eine ganz andere und realistischere Richtung geht der drittplatzierte Traumjob, der des Software-Entwicklers. Dieser Beruf ist aktuell sehr gefragt und verspricht gute Einstellungschancen sowie Zukunftspotenzial. Auf den Plätzen vier bis zehn folgen die Traumjobs Fotograf/Fotografin, Tierpfleger/Tierpflegerin, Reiseführer/Reiseführerin, Anwalt/Anwältin, Manager/Chef und Architekt/Architektin.

Die Palette der bevorzugten Berufe ist also bunt gemischt und reicht von kreativen Tätigkeiten und Jobs im Tourismus über den Umgang mit Tieren bis zu klassischen renommierten Jobs mit viel Verantwortung und Einfluss. Der Beruf des Architekten gehört – neben dem des Wissenschaftlers – ebenfalls zu jenen, in denen Eltern ihre Sprösslinge am liebsten sähen. Auf den letzten Rängen der zur Auswahl stehenden Traumjobs landeten Berufsbilder wie Modedesigner, Regisseur und Drohnen-Pilot.

Die Befragungsergebnisse müssen jedoch insofern relativiert werden, als die meisten Teilnehmer angaben, ihr Traumjob müsse erst noch erfunden werden. Abgesehen vom Tätigkeitsfeld spielen für den Wunschberuf auch Faktoren wie das Gehalt, eine ausgewogenen Work-Life-Balance sowie die Vereinbarkeit von Job und Familie eine entscheidende Rolle. Außerdem geben vor allem Frauen an, dass es ihnen wichtig ist, im Beruf sie selbst sein zu können.

Zwei Drittel der Deutschen würden heute einen anderen Beruf wählen

Gefragt danach, ob sie ihren aktuellen Job wieder wählen würden, antworteten immerhin rund zwei Drittel der Teilnehmer (65 Prozent) dass sie heute eine andere berufliche Laufbahn einschlagen würden. Als Hauptgründe nannten sie neue Berufsfelder, die es zum Zeitpunkt ihres Einstiegs in die Arbeitswelt noch nicht gab, und höhere Gehälter in anderen Jobs. Weitere Befragte sagten, dass sich ihre Interessen im Lauf der Zeit verschoben haben oder dass sie heute eher der eigenen Berufung folgen würden.

Jobs, die es früher nicht gab, laut Xing aber Zukunftspotenzial haben, sind zum Beispiel digitale Berufsbilder wie Fairstainability Manager, Filterbubble Burster, KI-Forensiker oder Cloud Architekt, aber auch Ökopsychosomatiker. Die Traumjobs der Deutschen seien jedoch (noch) andere. Allerdings geht aus den Ergebnissen nicht hervor, ob diese Tätigkeitsprofile zu den 47 zur Auswahl stehenden Berufen gehörten. Was ihre Zukunft im derzeit ausgeübten Beruf betrifft, denkt jeder fünfte Befragte hierzulande (20 Prozent), dass es seinen Job in 15 Jahren nicht mehr geben wird.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.