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Azubis häufig wegen psychischer Leiden krankgeschrieben

Junge Frauen sind öfter von psychischen Krankheiten betroffen als männliche Azubis.
Foto: © stokkete/Fotolia.com
Junge Frauen sind öfter von psychischen Krankheiten betroffen als männliche Azubis.
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Der Krankenstand von Auszubildenden insgesamt ist mit 3,1 Prozent etwas höher als der der 25- bis 29-Jährigen (2,6 Prozent) und 20- bis 34-Jährigen (2,8 Prozent). Ein Viertel der Fehltage von Azubis entsteht durch Erkrankungen des Atmungssystems, zum Beispiel durch Erkältungen. Jede fünfte Krankschreibung erfolgt wegen Verletzungen. Infektionen liegen mit rund elf Prozent auf dem dritten Platz, gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen und Erkrankungen des Verdauungssystems mit jeweils rund neun Prozent. Fehltage wegen psychischer Erkrankungen folgen mit 7,2 Prozent auf Platz sechs. Das zeigt die aktuelle Azubi-Sonderanalyse des DAK-Gesundheitsreports 2015.

Junge Mitarbeiter sind öfter, aber kürzer krankgeschrieben

Berufsstarter sind insgesamt sogar öfter wegen Seelenleiden krankgeschrieben als Mitarbeiter zwischen 25 und 34 Jahren. Doch obwohl sie im Schnitt mehr Krankheitsfälle wegen psychischer Erkrankungen aufweisen, sind sie insgesamt wegen dieser Diagnosen kürzer krankgeschrieben. Pro Krankschreibung mit einer Psycho-Diagnose fehlen sie im Schnitt 13,6 Tage. Zum Vergleich: Bei den 25- bis 29-Jährigen sind es 24,3 Tage, bei den 30- bis 34-Jährigen 30,9 und bei den 50- bis 54-Jährigen 40 Tage.

Weibliche Azubis leiden häufiger an Depressionen & Co

Während ihrer Ausbildung sind junge Frauen häufiger wegen Depressionen oder anderer psychischer Leiden krankgeschrieben als ihre männlichen Kollegen. Laut Statistik gibt es unter hundert Frauen zwischen 15 und 19 Jahren 7,9 Krankheitsfälle wegen psychischer Erkrankungen. Bei den Männern sind es 40 Prozent weniger.

Höchster Krankenstand in Medienberufen

Die Branche mit dem höchsten Krankenstand der 15- bis 19-Jährigen ist mit 3,5 Prozent der Wirtschaftszweig Bildung, Kultur und Medien. In der Analyse über alle Altersgruppen (15 bis 65 Jahre) landen die Medienberufe hingegen auf dem letzten Platz. Auf Rang zwei folgen bei den Azubis das Baugewerbe sowie Organisationen und Verbände mit jeweils 3,4 Prozent. Den geringsten Krankenstand weist die Banken- und Versicherungsbranche mit zwei Prozent auf.

Eine Übersicht über einzelne Ergebnisse des Reports steht > hier zum Download bereit.