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Experten gehen weltweit von steigenden Investitionen ins BGM aus

Investitionen der Unternehmen in betriebliches
Gesundheitsmanagement sollen in den nächsten zehn Jahren steigen. Das geht aus
einer aktuellen Trendabfrage der Internationalen SOS Stiftung hervor. Demnach
wachsen aber nicht nur die Budgets für BGM.

BGM Bausteine.
Investitionen in BGM sollen in den nächsten zehn Jahren steigen. Bild: oatawa/AdoebStock

Die Mehrheit der unternehmensinternen Gesundheitsexpertinnen
und –experten weltweit  geht davon aus,
dass die Investitionen ihrer Unternehmen in betriebliches Gesundheitsmanagement in den nächsten zehn Jahren steigen
werden. Grund dafür seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das geht aus
der Trendabfrage “Chief Health Officer
2030: Addressing the Employee Health Needs of the Future” der International SOS
Stiftung hervor, an der weltweit 100 BGM-Expertinnen und –Experten aus Unternehmen
teilnahmen.

48 Prozent aller Teilnehmenden geht dabei von einer
Investitionssteigerung von mindestens 25 Prozent aus. Der wichtigste Treiber
für künftige Investitionen in BGM-Angebote ist nach Ansicht jedes fünften
Befragten (21 Prozent) die Arbeit von zu Hause. Denn die Arbeit von zu Hause
fordert die psychische Gesundheit von Beschäftigten in besonderem Maße.

BGM-Regeln und -Maßnahmen werden komplexer

Die Mehrheit der Befragten (88 Prozent) geht außerdem davon
aus, dass die Komplexität des betrieblichen Gesundheitsschutzes und der
betrieblichen Gesundheitsförderung zunehmen wird. Die wachsende Komplexität
entstünde demnach vor allem wegen der umfassenden Unterstützung der psychischen
Gesundheit, der Bekämpfung von Infektionskrankheiten und der Einhaltung von neuen
rechtlichen Vorschriften.

“Die Pandemie hat den
Infektionsschutz wieder zu einem wichtigen Thema gemacht und hierzu wurde viel
betriebsärztliche Expertise notwendig”, erklärt Dr. Stefan Eßer, Ärztlicher
Leiter Zentraleuropa bei International SOS. “International sind der
Arbeitsschutz und die Mitarbeitergesundheit nicht länger nur auf die Vermeidung
von Unfällen und den Schutz vor Lärm, Hitze und Schadstoffen ausgerichtet. Sie
umfassen heute unter anderem ebenso die psychische Gesundheit der Mitarbeiter.”
Auch International SOS rechne in den kommenden Jahren mit einem verstärkten Engagement
der Unternehmen, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. “Die Pandemie, die
Ängste davor und ihre Konsequenzen für den Arbeitsalltag haben hier ebenfalls
als Weckruf fungiert”, sagt Eßer.

Ist Redakteur der Personalwirtschaft und kümmert sich außerdem um die crossmediale Verbreitung der Inhalte. Seine Themenschwerpunkte sind Employer Branding, HR-Software sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement.