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Betrieblicher Pandemieplan: Nie war er so wertvoll wie heute

Foto: © Gajus / Adobe Stock
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Konkret sollte in den Notfallplänen festgelegt werden, wie die interne Kommunikation ablaufen soll und wer dabei welche Aufgabe übernimmt. Es empfiehlt sich, dass der Arbeitgeber dabei die Verantwortlichen für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb mit ins Boot holt. Sachliche Informationen und klare Anweisungen gewährleisteten im Ernstfall einen möglichst reibungslosen Ablauf.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Hygiene – insbesondere im Falle einer Epidemie oder Pandemie. Bei den zuständigen Bundes- oder Landesbehörden sei in Erfahrung zu bringen, was zum Beispiel in puncto Quarantänemaßnahmen oder der Schließung von Einrichtungen zu beachten ist. “Ein Verweis auf diese Empfehlungen sollte in jedem betrieblichen Pandemieplan enthalten sein”, heißt es bei der DGUV weiter.

Im Falle des Corona-Virus kann man es derzeit kaum oft genug wiederholen: Hier gilt es, Händeschütteln zu vermeiden. Zudem sollten selbige regelmäßig und gründlich gewaschen sowie aus dem Gesicht ferngehalten werden. Husten und Niesen sollte man in ein Taschentuch oder in die Armbeuge. Im Krankheitsfall ist Abstand halten oberstes Gebot. Geschlossene Räume sollten außerdem regelmäßig gelüftet werden.

Zeigen Beschäftigte Krankheitssymptome, sollten diese von zu Hause aus einen Arzt oder ein Gesundheitsamt anrufen. Dort wird jeweils über das weitere Vorgehen entschieden. Fallen Beschäftigte durch Krankheit aus, kann der Betrieb durch einen gut vorgeplanten Personaleinsatz mit Vertretungsregelungen und Prioritätensetzung häufig aufrechterhalten werden. Zudem sollten auch etwaige Regelungen zu Heimarbeit und Dienstreisen klar definiert sein.

Weitere Informationen zu betrieblichen Pandemieplänen hat die DGUV in einem achtseitigen > PDF-Flyer zusammengefasst.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Schwesterportal personalpraxis24.de

David Schahinian arbeitet als freier Journalist und schreibt regelmäßig arbeitsrechtliche Urteilsbesprechungen, Interviews und Fachbeiträge für die Personalwirtschaft.