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Big Data hält Einzug in die Personalabteilung

In mehr als jedem dritten Unternehmen (36 Prozent) in Deutschland haben sich die HR-Verantwortlichen bereits mit dem Einsatz von Big Data-Lösungen im Personalmanagement beschäftigt. Jeder elfte Betrieb (neun Prozent) setzt diese Technologien bereits ein. Von den größeren Unternehmen mit 500 bis 1.999 Mitarbeitern nutzen 30 Prozent Big Data-Anwendungen. In Firmen ab 2.000 Beschäftigten sind es 26 Prozent. Bei kleineren Unternehmen mit hundert bis 499 Mitarbeitern beträgt der Anteil 15 Prozent.

Schwerpunkte interne Kommunikation und Employer Branding

Personaler versprechen sich von Erkenntnissen aus der Auswertung großer – häufig unstrukturierter – Datenmengen bessere Entscheidungsgrundlagen, vor allem für Kernaufgaben: Je 75 Prozent messen Big Data-Analysen ein hohes oder mittleres Potenzial für die Personaleinsatzplanung oder das Personalcontrolling bei. 70 Prozent sehen die Mitarbeitergewinnung im Inland und 57 die Rekrutierung im Ausland als wichtige Einsatzbereiche. Unternehmen, die bereits mit Big Data arbeiten oder den Einsatz konkret planen, verfolgen damit jedoch andere Ziele: Hier steht für 54 Prozent die Verbesserung der internen Kommunikation und für 48 Prozent die Optimierung des Employer Brandings im Vordergrund.

Auswertung interner Daten im Vordergrund

Big Data beginnt bei internen Daten, beispielsweise zur Entlohnung oder zu Weiterbildungen. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Unternehmen sammeln diese Daten bereits und analysieren sie IT-basiert. Externe Daten wie Arbeitsmarktdaten oder öffentliche Informationen aus sozialen Netzwerken nutzen erst 16 Prozent der Firmen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Business-Netzwerks LinkedIn und der Bitkom Research GmbH. Dafür wurden 408 Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern befragt.

HR-Verantwortliche in großen Unternehmen sind besser vorbereitet

Laut Befragung kennen sich 26 Prozent der HR-Verantwortlichen sehr gut oder mittelmäßig mit Big Data aus. In größeren Unternehmen geben dies mehr als 50 Prozent an, in Großunternehmen ab 2.000 Mitarbeitern sind es sogar 61 Prozent. Die überwiegende Mehrheit – 81 Prozent – der teilnehmenden Personaler hat sich zum Großteil selbst in die Materie eingearbeitet. In Großunternehmen mussten sich lediglich 55 Prozent komplett selbst einarbeiten.

Hürden für Big Data: Datenschutz, fehlendes Wissen und Kosten

Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) setzt Big-Data-Lösungen bislang wegen datenschutzrechtlicher Bestimmungen oder Sicherheitsbedenken nicht ein. Bei 46 Prozent der Befragten bremst der noch zu geringe Wissensstand der Fachkräfte über Analysemöglichkeiten die Nutzung. Die Kosten sind für 32 Prozent ein Problem.

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