Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Autobauer bei Young Professionals beliebteste Arbeitgeber

Junge Arbeitnehmer in einem Büro
Geld oder Wertschätzung? Den Männern und Frauen unter den Young Professionals sind am Arbeitsplatz unterschiedliche Dinge wichtig. Foto: ©NDABCREATIVITY/Adobe Stock

Der Münchner Autobauer BMW ist laut dem aktuellen Young-Professionals-Barometer der HR-Beratung Trendence der beliebteste Arbeitgeber bei jungen Arbeitnehmern mit akademischem Abschluss. Die Studie beruht auf der Befragung von rund 19.000 Akademikern mit bis zu fünfzehn Jahren Berufserfahrung. In der Top 5 der beliebtesten Arbeitgeber folgen das Stuttgarter Technik-Unternehmen Bosch und mit Audi, Porsche und Daimler drei weitere Autobauer.

Consulting- und Chemie-Branche ebenfalls beliebt

Im Vergleich der 14 betrachteten Branchen in der Studie hält der Automobilsektor damit seine seit Jahren gefestigte Spitzenposition. Allerdings: Der Vorsprung schrumpft – im Vergleich zum Vorjahr sinken die Beliebtheitswerte der Branche um 4,5 Prozentpunkte. In der Verfolgerrolle sind vor allem Consultancies, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (Platz zwei unter den Branchen) und Chemie-, Pharma- und Healthcare-Unternehmen (Platz drei unter den Branchen). Am stärksten an Beliebtheit gewonnen hat indes der öffentliche Sektor (Platz fünf unter den Branchen). Er konnte seit der letztjährigen Erhebung um zwei Prozentpunkte zulegen.

Am anderen Ende der Beliebtheitsskala stehen die Banken- und Versicherungsbranche sowie Medien- und Werbeunternehmen. Sie stehen am niedrigsten in der Gunst der Young Professionals. Das Trendence-Barometer soll anzeigen, welche Branchen tendenziell mit einer guten Auswahl an qualifizierten Kräften rechnen können und welche eventuell Schwierigkeiten bekommen könnten, weil berufserfahrene Akademiker nicht dort arbeiten wollen.

Zufriedenheit mit Arbeitgebern geht insgesamt zurück

Durch schlechten Führungsstil, zu niedriges Gehalt und mangelder Wertschätzung der eigenen Arbeit durch Kollegen nimmt die Zufriedenheit mit ihren Arbeitgebern unter den Studienteilnehmern insgesamt ab. Zwar sind nach wie vor mit 77 Prozent die klare Mehrheit der Young Professionals zufrieden mit ihm (davon 28 Prozent sogar sehr zufrieden), vor zwei Jahren lag der Wert allerdings mit 84 Prozent noch um sieben Prozentpunkte höher. 

Die Studienmacher haben im Trendbarometer auch aktuelle Entwicklungen durch Corona analysiert. Auffallend sind dabei vor allem die Erkenntnisse zur Wechselbereitschaft der Young Professionals: Während im Februar vor der akuten Krise 19 Prozent der Befragten angaben, sie seien aktiv auf Jobsuche, sank dieser Wert bis April auf acht Prozent. Parallel zur zunehmenden Wiederöffnung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens stieg der Prozentsatz der Wechselwilligen im Mai wieder auf 13 Prozent. “Die allgemeine Verunsicherung in weiten Teilen der Gesellschaft hat in dieser Zeit also auch den Kandidatenmarkt erfasst. Bemerkenswert ist, wie schnell sich das nun wieder geändert hat”, sagt Robindro Ullah von Trendence.

Geschlechterunterschiede bei Relevanz von Gehalt und Diversity

Was den Young Professionals an ihrem Arbeitsplatz wichtig ist, unterscheidet sich bei Frauen und Männern. Während weiblichen Arbeitnehmern die Wertschätzung der Mitarbeiter seitens des Unternehmens am wichtigsten ist, spielt ein faires Gehalt bei männlichen die größte Rolle. Auf Diversity und Chancengleichheit legen Frauen mehr Wert. Während 44 Prozent der Frauen diese Themen am Arbeitsplatz relevant finden, sind es bei den Männern nur 16 Prozent.