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„Workplace Insights“: Mentale Gesundheit von Beschäftigten

Dashboard Workplace Insights.
Das Dashboard “Workplace Insights” zeigt den Stand der mentalen Gesundheit von Beschäftigten in Deutschland. Screenshot: DearEmployee

Wie steht es um die mentale Gesundheit von
Mitarbeitenden und gibt es einen Unterschied je nach Branche? “Workplace
Insights
” heißt ein neues Tool, mit dem das Berliner
Startup DearEmployee für die mentale Gesundheit von Beschäftigten verschiedener
Branchen sensibilisieren und Antworten auf diese Fragen geben möchte. Die Basis
dafür stellen Daten zur Gesundheit und den Arbeitsbedingungen von 19.496
Beschäftigten aus 191 Unternehmen dar (Stand 01.10.2021), die das Unternehmen
in Online-Befragungen zur Mitarbeiter-Gesundheit erhoben hat und ständig
aktualisiert werden sollen. Das Dashboard umfasst beispielsweise Daten zur
allgemeinen psychischen Gesundheit von Beschäftigten und schlüsselt diese nach
Wunsch nach Branche auf. Diese Daten zahlen auf das Geschäftsmodell des
Start-ups ein, das unter anderem psychische Gefährdungsbeurteilungen erstellt.

14 Prozent der Beschäftigten sind burnoutgefährdet

Dabei zeigt sich: Zwar
unterscheiden sich die Risikofaktoren je nach Branche, die beispielsweise
Burnouts begünstigen. Die Zahl derer, die sich selbst als psychisch beansprucht
einschätzen, variiert jedoch kaum zwischen  den Branchen. Nach eigenen Angaben sind 13
Prozent der befragten Beschäftigten stark psychisch beansprucht: Sie bewerten
ihre mentale Gesundheit als “eher gering” oder “gering”. Befragt nach
regelmäßigen, andauernden Beschwerden und Symptomen geben 14 Prozent der
Beschäftigten an, sie würden sich “ausgebrannt fühlen”. 65 Prozent schätzen
ihre mentale Gesundheit als “eher hoch” bis “hoch” ein.

Jeder Vierte hat regelmäßig psychische Beschwerden

Das Dashboard zeigt außerdem, dass
eine beziehungsweise einer von vier Beschäftigten

unter mindestens einer dieser
Beschwerden leidet:

 

  •        
    Schwierigkeiten beim Abschalten, Schlafprobleme
    oder ständige Anspannung (je 26 bis 28 Prozent)

  •        
    Schmerzen im oberen und unteren
    Rücken (34 beziehungsweise 29 Prozent)

  •        
    Regelmäßig körperlich Erschöpfung (jeder
    fünfte Beschäftigte)

  •        
    Unspezifische Symptome wie
    Müdigkeit und Kopfschmerzen (36 beziehungsweise 23 Prozent)

Unternehmen müssen individuell handeln

Dennoch gibt es laut “Work Insights”
in den verschiedenen Branchen und von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche
Belastungen, unter denen die Mitarbeitenden leiden. So sind die häufigsten
Stressoren und Beschwerden in der Gesundheitsbranche beispielsweise unterschiedlich
zu denen in der Produktion. “Auch innerhalb einer Branche weisen die Daten
jedes Unternehmens ein individuelles Belastungsmuster auf. Genauso einzigartig
und daten-basiert sollte deshalb auch das Maßnahmen-Angebot zur Förderung der
mentalen Gesundheit eines Unternehmens sein: Denn One-size-fits-all passt
keinem Unternehmen”, sagt Henning Jakob, Co-Founder & CEO von DearEmployee.

Anlass der Veröffentlichung des
Dashboards ist die DearEmployee-Kampagne “Speak Up for Mental Health”. Die
Kampagne will Aufmerksamkeit für Corporate Health Management zum Schutz der
mentalen Gesundheit von Beschäftigten erzeugen. Startpunkt der Kampagne ist der
World Mental Health Day am 10.10.2021, der 2010 von der World Health
Organization (WHO) ins Leben gerufen wurde.

Ist Redakteur der Personalwirtschaft und kümmert sich insbesondere um die crossmediale Verbreitung der Inhalte. Seine Themenschwerpunkte sind Employer Branding, HR-Software sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement.