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Digitalisierung erhöht den Leistungsdruck

Sitzender Mann mit Computer
Durch den digitalen Wandel in der Wissensarbeit steigt die Arbeitsbelastung. Foto: © foxyburrow/AdobeStock

Zu diesem Ergebnis kommt die neuen Hays-Studie “Wissensarbeit im digitalen
Wandel”, für die mehr als 1.000 hochqualifizierte Fachkräfte aus
Deutschland mit einem akademischen Abschluss befragt wurden.

770 der befragten
Wissensarbeiter sind fest angestellt und 272 freiberuflich tätig. Von
den fest angestellten Fachkräften ist etwa die Hälfte in einer
Führungsrolle und circa acht Prozent in der Geschäfts- bzw.
Unternehmensleitung tätig.

Neben Leistungsdruck und Arbeitsbelastung kommen, wie die Studie
aufzeigt, zusätzlich die vielfältigen Herausforderungen, denen sich Unternehmen in einer zunehmend digitalisierten Welt stellen müssen und die für nahezu alle Wissensarbeiter spürbar sind, hinzu.

Allerdings zeigen sich je nach der Gruppe der
Befragten deutliche Unterschiede bei der Frage, wie schwer der Umgang
mit diesen Herausforderungen fällt: Freiberuflich tätigen
Wissensarbeitern fällt der Umgang mit der zunehmenden Verdichtung der
Arbeit (43 zu 68 Prozent), den kurzen Planungshorizonten (40 zu 60 Prozent), der
Komplexität (35 zu 62 Prozent) oder der Ungewissheit über den richtigen Weg (36
zu 54 prozent) nicht so schwer wie festangestellten Führungskräften.

Um den Veränderungen in ihrem Arbeitsumfeld adäquat zu begegnen, wählen
Freiberufler und Festangestellte zum Teil sehr unterschiedliche
Strategien. So setzen Freiberufler vor allem auf fachliche Netzwerke
(74 Prozent) und Investments in ihre Weiterbildung (77 Prozent). Dagegen steht bei
Festangestellten der Rückzug ins private im Vordergrund (53 Prozent). Für sie
spielt Weiterbildung eine deutlich geringere Rolle (41 Prozent), während dies
bei den Freiberuflern auf die Familienfokussierung zutrifft (38 Prozent).

Deutliche Unterschiede zwischen den beiden Gruppen zeigen sich auch
beim Thema Routinetätigkeiten. Für Freiberufler spielen sie nur eine
marginale Rolle (Median: 25 Prozent), für festangestellte Wissensarbeiter
lautet der Wert dagegen 49 Prozent. Deshalb überrascht es nicht, dass
Freiberufler ein höheres Maß an Freiheit bei ihrer Tätigkeit eher
wahrnehmen (48 Prozent) als angestellte Wissensarbeiter (32 Prozent).

Dirk Hahn,
CEO der Hays AG, sieht die
Automatisierung von Routineaufgaben als eines der Themen mit dem größten
Digitalisierungsbedarf an und rät Unternehmen, ihre oftmals unzähligen
bürokratischen Regelungen auf den Prüfstand zu stellen, um die Kreativität der Digitalisierung besser nutzen zu können.