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Worauf es den Deutschen aktuell im Job ankommt

Lächelnde, zufrieden ausschauende junge Frau im Büro
Spaß an der Arbeit ist den Berufstätigen hierzulande am wichtigsten.
Foto: © contrastwerkstatt/StockAdobe

Die Menschen hierzulande legen bei ihrer beruflichen Entwicklung
am meisten Wert auf den Spaß an der Arbeit. Das Gehalt steht mit 83
Prozent auf Rang zwei, gefolgt von Selbstverwirklichung mit 64 Prozent. Das sind Ergebnisse der Studie “Meaning of Work, Deutschland 2020” im Auftrag der Jobseite Indeed. Dafür wurden 2042 Arbeitnehmer repräsentativ befragt.

Arbeitsklima, Geld und flexible Arbeitsbedingen sind am wichtigsten

Aus 14 vorgegebenen Faktoren sollten die Studienteilnehmer fünf auswählen, die ihnen im Job am wichtigsten sind. Ein gutes Betriebsklima schnitt mit 59 Prozent am besten ab. Auch hier steht das Geld an zweiter Stelle: 54 Prozent gaben Gehalt, Prämien oder Bonuszahlungen an. Auf Platz drei stehen Gleitzeit und flexible Arbeitsbedingungen mit 42 Prozent. Auf der Rangskala folgen die gute Erreichbarkeit des Arbeitsorts (28 Prozent), und berufliche Weiterentwicklung (27 Prozent).

Die Bezahlung ist der wichtigste Kündigungsgrund

Auch wenn die Bezahlung erst an zweiter Stelle steht, würde deutlich mehr als jeder zweite Befragte eine Gehaltserhöhung einer Beförderung vorziehen. Die Vergütung ist auch der Hauptgrund dafür, warum sich Mitarbeiter nach einem neuen Job umsehen: 56 Prozent gaben dies an. Danach folgen bessere Arbeitsbedingungen (43 Prozent) und mehr Flexibilität (24 Prozent). Die Studie zeigt im übrigen, dass nur etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer (55 Prozent) ihren aktuellen Arbeitgeber weiterempfehlen würde. Mangelnde Wertschätzung ist einer der wichtigsten Faktoren. Rund jeder Sechste (17 Prozent) sucht derzeit konkret nach einem neuen Job.

Die Mehrheit möchte mehr Gehaltstransparenz, vor allem Frauen

Was die monetären Aspekte betrifft, so wünscht sich die Mehrheit der Deutschen mehr Transparenz: 60 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen würden es begrüßen, dass Unternehmen intern die Durchschnittsgehälter nach Position und Fachbereich veröffentlichen. 66 Prozent der Männer und 70 Prozent der Frauen hätten es gern, dass Arbeitgeber schon in der Stellenanzeige Angaben zum Gehalt machen.

Persönliche Weiterentwicklung für Jüngere wichtiger als klassische Karriere

Zu den Studienergebnissen gehört auch, dass sich 72 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 70 Prozent der 25- bis 34-Jährigen in den nächsten fünf Jahren weiterbilden und fachlich spezialisieren wollen. Dabei zeigt sich, dass diese jüngeren Arbeitnehmer Karriere hauptsächlich als individuelle berufliche Entwicklung verstehen, bei der man regelmäßig neues Wissen oder Qualifikationen erwirbt, und weniger als der klassische Aufstieg in der Hierarchie.

Die komplette Studie steht zum > Download bereit.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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