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Deutsche erwarten gravierende Einschnitte durch die Digitalisierung

Bald überflüssig durch Roboter? Gut jeder zweite Deutsche glaubt das.
Foto: © fotohansel/Fotolia.de
Bald überflüssig durch Roboter? Gut jeder zweite Deutsche glaubt das.
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Drei Viertel der Bürger in Deutschland glauben, dass sich unsere Arbeitswelt bis zum Jahr 2030 spürbar verändern wird. 42 Prozent und damit die Mehrheit befürchten, dass es zu negativen Veränderungen kommen wird, 33 Prozent rechnen mit positiven Veränderungen. 20 Prozent erwarten keine gravierenden Veränderungen.

Angst vor Jobverlust und weiterer Öffnung der Gehaltsschere

Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Deutschen geht davon aus, dass durch die digitale Transformation Jobs verloren gehen. 80 Prozent können sich vorstellen, dass ein Großteil der Routine-Aufgaben im Jahr 2030 nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen und Programmen erledigt wird. Gut die Hälfte (52 Prozent) glaubt jedoch, dass auch viele kreative Aufgaben nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen und Computerprogrammen übernommen werden. Mehr als acht von zehn Deutschen (84 Prozent) denken, dass durch die Digitalisierung der Unterschied zwischen hohen und niedrigen Gehältern weiter zunimmt. Das geht aus dem Zukunftsmonitor hervor, einer repräsentativen Umfrage, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (> BMBF) beim Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid in Auftrag gegeben hat. Dafür wurden im Januar 2017 mehr als 1000 persönliche Interviews mit Bundesbürgern geführt.

Arbeit wird mobiler, aber nicht unbedingt familienfreundlicher

Die Umfrageergebnisse zeigen außerdem, dass Arbeit in den Augen der Befragten angesichts des digitalen Wandels zunehmend mobil wird: Fast sechs von zehn Deutschen (58 Prozent) rechnen damit, dass der Großteil der arbeitenden Bevölkerung im Jahr 2030 von zu Hause oder einem anderen Ort aus seinem Job nachgeht. Beim Einfluss der Digitalisierung auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind die Meinungen geteilt: 52 Prozent erwarten positive Effekte, 41 Prozent glauben nicht daran. In einem Punkt sind die Deutschen optimistisch: Immerhin knapp drei Viertel (73 Prozent) der Befragten können sich vorstellen, dass die Technik in Zukunft hilft, Menschen mit Beeinträchtigungen besser an der Arbeitswelt teilhaben zu lassen. Ob Menschen im Zuge des digitalen Wandels gefährliche oder körperlich sehr anstrengende Arbeiten noch selbst erledigen müssen, darüber sind die Meinungen allerdings gespalten.

Berufsausbildung hinkt Anforderungen von Industrie 4.0 hinterher

Was die Bedeutung des lebenslangen Lernen betrifft, so sind sich die Bundesbürger weitgehend einig: Neun von zehn Deutschen sehen es als unerlässlich für beruflichen Erfolg an, sich fortwährend weiterzubilden. Fast ebenso viele (85 Prozent) sind aber auch der Meinung, dass sich die Inhalte der Berufsausbildung hierzulande stark verändern müssen, um den Anforderungen zu genügen, die durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 entstehen.

Deutschland hat die besten Voraussetzungen, die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich zu nutzen und den Wandel vorteilhaft zu gestalten. Über Chancen und Risiken wollen wir mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen,

kommentiert Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die Befragungsergebnisse. Daher habe das Ministerium die Zukunft der Arbeit zum Thema des Wissenschaftsjahres 2018 gemacht. und diskutiere darüber beim > BMBF-Bürgerdialog Zukunftsforum.

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