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Deutsche fürchten wegen Digitalisierung nicht um den Arbeitsplatz

83 Prozent der deutschen Beschäftigten sehen ihre eigene Arbeitsstelle durch den zunehmenden Einsatz von Computern, Software oder Robotern nicht in Gefahr. Unter den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren ist der Anteil mit 86 Prozent noch etwas höher. Bei den Beamten blicken sogar hundert Prozent der Zukunft gelassen entgegen. Auch 96 Prozent der Selbständigen und 91 Prozent der Angestellten sehen die Auswirkungen der Digitalisierung auf ihren Job gelassen. Von den Arbeitern und Facharbeitern hingegen befürchtet jeder zweite, der eigene Arbeitsplatz könne künftig infolge der technologischen Entwicklung verschwinden. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Aris im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom durchgeführt hat. Dafür wurden 1.004 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt.

Jeder Fünfte hat keine Computerkenntnisse

Der Optimismus der meisten Deutschen erstaunt ein wenig vor dem Hintergrund, dass jeder fünfte keine Computerkenntnisse hat, wie eine weitere repräsentative Bitkom-Studie vom September 2014 zeigt – und das, obwohl Computerkenntnisse im Beruf immer wichtiger werden. 22 Prozent verfügen lediglich über Grundkenntnisse, können also etwa ein Programm installieren oder einfache Büroanwendungen bedienen. Zwar sind es vor allem ältere Menschen, die nur geringe Computerkenntnisse haben, doch auch viele Jüngere können nur schlecht mit Computern umgehen: Immerhin 28 Prozent der 14- bis 29-jährigen schätzen ihre Kenntnisse als gering ein.

Die Digitalisierung legt den Ruf des Jobkillers ab

Die Digitalisierung macht nicht nur manche Jobs überflüssig, sie schafft auch neue. Rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze – das entspricht vier Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland – sind laut einer Prognos-Studie im Auftrag des Bitkom auf den Trend zur Digitalisierung zurückzuführen. Die Stellen entstanden im Bereich digitaler Dienstleistungen, infolge neuer Geschäftsmodelle und innovativer Technologien. Die ITK-Branche selbst hat in den letzten fünf Jahren über 100.000 Arbeitsplätze geschaffen. Wie eine neue Bitkom-Umfrage in der deutschen Gesamtbevölkerung zeigt, denken fast zwei Drittel der Menschen, dass die positiven Effekte der IT die negativen überwiegen. Diese und weitere Ergebnisse wurden am 25. November anlässlich des Bitkom-Trendkongresses vorgestellt.

Weitere Informationen unter:
www.bitkom.org