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Deutsche pendeln wieder mehr

Rush Hour - in diesem Jahr könnte die Anzahl der Pendler auf 40 Millionen steigen.
Foto: © connel_design/Fotolia.com
Rush Hour – in diesem Jahr könnte die Anzahl der Pendler auf 40 Millionen steigen.
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Die Zahl der Erwerbstätigen hierzulande ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, von 38,8 Millionen im Jahr 2005 auf 42,6 Millionen in 2014. Das geht aus Erhebungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Und fast alle Arbeitnehmer müssen pendeln, denn auf dem gleichen Grundstück – ob im Homeoffice oder im eigenen Handwerksbetrieb – arbeiten nicht einmal fünf Prozent der Erwerbstätigen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) festgestellt hat. Das IW geht davon aus, dass es dieses Jahr bei weiter steigender Erwerbstätigkeit einen neuen Pendlerrekord geben dürfte. Danach werden sich gut 40 Millionen Menschen täglich oder bei Teilzeit mehrmals wöchentlich auf den Weg machen, um ihren Arbeitsort zu erreichen.

Männliche Arbeitnehmer haben einen längeren Weg in die Firma

Von den männlichen Berufstätigen haben die meisten (27 Prozent) einen Arbeitsweg von zehn bis 25 Kilometern. 24,8 Prozent brauchen weniger als fünf Kilometer, 18,5 Prozent sind fünf bis zehn Kilometer unterwegs und 14,4 Prozent sogar 25 bis 50 Kilometer. Mehr als 50 Kilometer bis zur Arbeitsstätte nehmen 5,8 Prozent in Kauf. Bei den weiblichen Arbeitnehmern dominiert für 34,1 Prozent die kurze Strecke unter fünf Kilometern. 26 Prozent brauchen zehn bis 25 Kilometer zum Job, 21,2 Prozent haben einen Anfahrtsweg von fünf bis zehn Kilometern. 10,2 Prozent der Frauen müssen 25 bis 50 Kilometer pendeln und lediglich 2,7 Prozent bewältigen mehr als 50 Kilometer.

Bundesweit pendeln zwei Drittel mit dem Auto

In den Großstädten spielt der öffentliche Nahverkehr beim Pendeln eine zentrale Rolle. In Berlin etwa nutzen 44 Prozent der Berufstätigen U- und S-Bahn, Tram oder Bus. Das Auto kommt auf einen Anteil von 39 Prozent Insgesamt ist zu beobachten, dass Wohnen und Arbeiten in der Stadt wieder beliebter geworden sind: In den 15 größten deutschen Städten lebten im Jahr 2000 noch 15,5 Prozent der Bundesbürger, inzwischen sind es 17 Prozent. Außerhalb der Metropolen dominiert das Auto als Transportmittel zur Arbeit. Bundesweit nutzen zwei Drittel der Pendler den Pkw. Im Saarland fahren sogar neun von zehn Pendlern mit ihrem Pkw, in Sachsen-Anhalt und Thüringen acht von zehn.

Jeder Zweite Berufstätige braucht zehn bis 30 Minuten zur Arbeit

Da sich Jobs und Menschen zunehmend auf die Großstädte konzentrieren, sind die Arbeitswege nicht länger geworden: Im Jahr 2012 lebte wie 2004 knapp die Hälfte der Pendler maximal zehn Kilometer von ihrem Arbeitsort entfernt. Fast jeder Zweite (47,6 Prozent) braucht zehn bis 30 Minuten, um in die Firma zu gelangen. 22,8 Prozent sind bis zu zehn Minuten unterwegs. Jeder Fünfte (21,5 Prozent) fährt eine halbe bis eine Stunde zur Arbeit. Eine Stunde und länger brauchen 4,7 Prozent der Berufstätigen. Der Rest ist zu wechselnden Arbeitsstätten unterwegs.

Weitere Informationen unter:
www.iwkoeln.de

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