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Wie fühlen sich Deutsche und Briten im Corona-Homeoffice?

Bildschirme auf einem Tisch
Deutsche und Briten gehen unterschiedlich mit der Corona-Arbeitssituation im Homeoffice um. Foto: © Free-Photos/px

Für die Studie befragten die Online-Jobplattform StepStone und Totaljobs, ein
Tochterunternehmen der StepStone Gruppe, im März 2020 ca. 6.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland sowie
ca. 2.000 Beschäftigte in Großbritannien zur
Zusammenarbeit und ihrer Gefühlslage in der aktuellen Arbeitssituation befragt.

Die Umfrage zeigt: Der digitale Kontakt zu den Kollegen aus dem
Homeoffice heraus scheint zwar länderübergreifend gut zu funktionieren,
ist aber kein adäquater Ersatz für das persönliche Miteinander.
Sowohl die deutschen (83
Prozent) als auch die britischen Arbeitnehmer (73 Prozent) freuen sich
auf die Zeit, wenn sie sich wieder mit ihren Kollegen am Arbeitsplatz
austauschen können. Gerade den Briten fällt die Isolation schwerer als den Deutschen, die
angeben, sich in ihren vier Wänden weniger einsam als die Briten zu
fühlen (55 Prozent vs. 39 Prozent).

Grund könnte sein, dass Deutsche
häufiger mit ihren Arbeitskollegen über digitale Tools in Kontakt
stehen: Rund 60 Prozent erkundigen sich laut Umfrage regelmäßig nach dem
Befinden der Kollegen, mehr als 50 Prozent tauschen sich zu privaten
Themen aus. Auf der britischen Seite ist das nur bei jedem Vierten
üblich. Die Briten nutzen dagegen das Homeoffice dreimal so häufig wie die Deutschen für
virtuelle soziale Aktivitäten und kreative Challenges unter den
Kollegen.

Entspannung oder Anspannung?

Mehr
als die Hälfte der Befragten in Großbritannien gibt an, in der aktuellen Situation entspannt zu sein. Die Deutschen gehen mit
der Corona-Situation deutlich beunruhigter um: Rund die Hälfte der
deutschen Befragten fühlt sich der Umfrage zufolge gestresst. Die
Reaktion darauf: Sie fokussieren sich auf die Arbeit (75 Prozent). Mehr
als drei Viertel geben an, in der aktuellen Situation produktiv und
engagiert zu arbeiten, in Großbritannien sind das etwas mehr als 60
Prozent. Diese bewerten jedoch die Arbeitsatmosphäre positiver als die
Deutschen: Sie fühlen sich besser unterstützt (72 Prozent) und vom
Vorgesetzten eingebunden (38 Prozent).

Bei allen Unterschieden scheinen die Arbeitnehmer sich
länderübergreifend einig zu sein, dass die Krise auch Chancen für die
Zukunft bereithält. Jeweils mehr als ein Drittel nutzt inzwischen mehr
oder neue Kommunikationskanäle, 28 Prozent geben sogar an, auch in ihrer
Freizeit mit den Kollegen in Kontakt zu stehen.

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