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Umweltbewusstsein macht Arbeitgeber attraktiv

Menschen in Glasgebäude
Das Bewusstsein für die Umwelt fördert sowohl Klima als auch Arbeitsklima. Foto: © Monet/AdobeStock

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der KÖNIGSTEINER
Gruppe für die im April 2020 deutschlandweit 3.000 Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Branchen zur
Bedeutung des arbeitgeberseitigen Umweltbewusstseins bei der Job- und
Arbeitgeberwahl befragt wurden. Alle Studienteilnehmer befanden sich zum Zeitpunkt der
Studie in einem Beschäftigungsverhältnis.

62 Prozent, also fast zwei Drittel, aller Arbeitnehmer in Deutschland achten auf die Haltung ihres Arbeitgebers zum Umweltschutzt. Umgekehrt spielt das
Thema in 30 Prozent der Unternehmen derzeit eine große Rolle. Weitere 52 Prozent der
Arbeitgeber haben es aus Sicht ihrer Mitarbeiter generell auf der
Agenda.

Gemäß ihrer
Mitarbeiter achten bereits 68 Prozent der grundsätzlich umweltbewussten
Arbeitgeber auf nachhaltige Arbeitsbedingungen, weitere 55 Prozent auf
ebensolche Produktionsmethoden. 41Prozent geben bei der Wahl ihrer Partner und
Dienstleister Acht auf umweltbewusst agierende Unternehmen. Im
Kundenkontakt
schauen allerdings nur 30 Prozent auf die nachhaltige Vorgehensweise ihrer Kunden.

Indes sind vor allem junge Arbeitnehmer zwischen 18 und 29 Jahren
zwiegespalten, was die Bewertung deutscher Arbeitgeber und deren Haltung
zu Klimafragen betrifft. 49 Prozent von ihnen schreiben deutschen Arbeitgebern zu, in Sachen Klimaproblematik eher schwach aufgestellt zu
sein. 12 Prozent sehen sogar echten Nachholbedarf in dieser Hinsicht. Dagegen
finden 6 Prozent, dass sie vorbildlich agieren. 45 Prozent registrieren eine
tendenziell positive Grundhaltung bezüglich Umweltfragen in der
deutschen Wirtschaft.

Für mehr als die
Hälfte (51 Prozent) der Bewerber und Mitarbeitern gehört die Haltung zu Klimafragen zu den wichtigsten drei Anreizen, sich
für einen Arbeitgeber zu interessieren. Für sieben von zehn Mitarbeitern
ist das Umweltbewusstsein ihres Unternehmens genauso wichtig oder
wichtiger als etwa die eigenen Aufstiegschancen. Sogar 83 Prozent gaben im
Rahmen der Befragung an, dass ihnen dieses genauso wichtig oder
wichtiger sei als der Unternehmenserfolg ihres Arbeitgebers.

59 Prozent der
Bewerber würden sich häufigere Hinweise auf die Arbeitgeber-Haltung zu
Klimafragen in Stellenanzeigen oder auf Karrierewebseiten wünschen, aus
gutem Grund: Denn nur 9 Prozent von ihnen ist es bisher dort tatsächlich schon
mehrfach aufgefallen.

Nicht ganz dazu passt: Im Berufsalltag scheint die Haltung noch nicht
gänzlich angekommen zu sein. Denn gerade einmal 38 Prozent der befragten
Studienteilnehmer geben an, dass die Belegschaft in ihrem aktuellen
Unternehmen das Thema Tag für Tag vorlebt. Zum Vergleich: Immerhin 46 Prozent
behaupten, dass die Geschäftsführung dies tut.